Maputuland & Dolphin Coast

8. Juni 2014

Weiter zum Indischen Ozean

Es war bereits unsere letzte Pirschfahrt an diesem Morgen in Leopard Mountain! Wir standen zur selben Zeit auf wie immer und trafen Ryan und Robynne in der Lounge zum Kaffee trinken. Wir fuhren pünktlich los und stoppten in einer atemberaubend schönen Landschaft für den Sonnenaufgang. Die ganze Fahrt auf diesem Weg war bereits ein landschaftlicher Genuss und ich hätte alle paar Meter Fotos machen können! Aber ich war glücklich, mit dem was ich hatte und wir waren noch erfreuter, als wir kurz nach Sonnenaufgang auf eine Nashornmutter mit ihrem sehr jungen Kalb trafen. Wir genossen diese letzte Begegnung mit einem Spitzmaulnashorn sehr, denn man weiss ja nie, ob wir nochmals Nashörner sehen würden!

Alle Guides sind über Funk miteinander verbunden und bald darauf verkündete Ivor (von Leopard Mountain), dass er Löwen im Flussbett gesichtet hätte. Löwen sind ja nun nicht gerade für ihre Aktivität bekannt und so nahmen wir uns Zeit und eilten nicht auf dem schnellsten Wege zum Fluss, da auch noch Fahrzeuge der anderen Lodges unterwegs waren. Wir kamen schliesslich im Fluss an und konnten zwei männliche Löwen, zwei Löwinnen und vier junge Löwen im Sand des Flusses rund 350 Meter entfernt beobachten. Zu weit für gute Fotos, aber es war schön, sie durch das Fernglas zu beobachten. Sie standen schliesslich auf und bewegten sich unter lautem Gebrüll in die Richtung einer anderen Weggabelung. Ryan entschied spontan, dort hin zu fahren und auf sie zu warten. Doch sie taten uns nicht den Gefallen und wir fuhren nach einer halben Stunde auf der anderen Flussseite zurück. Und da entdeckte ich die Löwen plötzlich durch die dichte Vegetation ! Mutti schmuste mit zwei Jungen und Papa trollte sich langsam von dannen. Wir konnten einige wirklich gute Fotos dieser liebevollen, süssen Szene machen und allein dieser Anblick war die ganze Fahrt wert! Die kuschelnden Löwenbabies waren einfach zu zuckersüss

Wir setzten die Pirschfahrt schliesslich fort und trafen auf einen hübschen Maskenpirol, den wir alle ausgiebig bewunderten. Es war nun Zeit für den Frühstückskaffee, für den Ryan den Hügel beim Geierrestaurant auswählte. Ryan bereitete unseren letzten 'Full house' zu, wir machten Schnappschüsse und genossen die warme Sonne bei einem netten Plausch. Kurz bevor wir weiterfahren wollten, gab es über Funk von Ivor die Nachricht, dass beide Elefantenbullen in der Nähe der Lodge gesehen wurden. So eilten wir dorthin und wurden Zeugen einer ziemlich Testosteron geladenen Situation zwischen den beiden Elefantenbullen, die sich angespannt in kurzer Distanz gegenüberstanden. Doch nach einer Weile war einer der Beiden ziemlich gelangweilt und kehrte dem anderen Bullen den Rücken zu. Nun konnten wir auch wieder Atem holen und ein paar Fotos machen.

Wir kehrten heute erst weit nach 10 Uhr zur Lodge zurück und es war schon etwas spät fürs Frühstück. So gingen wir erstmal für eine schnelle Morgentoilette direkt ins Chalet und packten die letzten Sachen zusammen. Danach genossen wir ein ausgiebiges Frühstück mit Ryan und Robynne, zahlten die Rechnung, verabschiedeten uns von Ivor und Kate und fuhren los Richtung Thonga Beach Lodge.

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Impala (Aepyceros melampus)Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis)Löwe (Panthera leo)Elefant (Loxodonta africana)

Wir benötigten etwas mehr als zwei Stunden auf guten Strassen bis zum bewachten Parkplatz für 2x4 Fahrzeuge auf dem Gelände der Coastal Cashew Factory. Wir luden das Gepäck aus und bereits kurze Zeit später kam der offene Landcruiser der Thonga Beach Lodge, um uns abzuholen. Die Fahrt dauerte 50 Minuten und führte erst über eine relativ gute Schotterpiste und später durch tiefen Sand. Es war hin und wieder etwas holprig und es war gut, dass wir unsere Kamerarucksäcke auf dem Schoss schaukelten. Wir sind ja in dieser Hinsicht schon gebrannte Kinder, da uns sowohl in Namibia als auch in Kenia durch die Rumpelei Ausrüstung beschädigt wurde.

Bei unserer Ankunft wurden wir vom Manager Bruce begrüsst, der uns in der Anlage herumführte und uns ausführlich über Essenszeiten und Aktivitäten informierte. Unser Chalet ist sehr schön und geräumig mit einem grossen Bett, einem tollen Badebereich mit Badewanne und einem Balkon mit schönem Blick über den Küstenwald bis zum Meer.

Diashow Thonga Beach Lodge (Klick für grössere Bilder):
ChaletLounge mit WiFiLoungeRestaurantLoungePoolRestaurantBlick aus ChaletStrand

Wir machten einen kleinen Entspannungsspaziergang am Strand und kehrten vor dem Abendessen nochmals zurück, um die ersten Sternspurfotos zu machen. Es war eine klare Nacht mit schönem Mondlicht, das gut mit dem Strand und den Sternen harmonierte.

Dinner wurde draussen auf der Terrasse serviert und das Essen war auch in der Thonga Beach Lodge sehr lecker. Ich wählte die Lammkoteletts und Gerd entschied sich für Dorade. Irgendwie war das Menü hier dem der Leopard Mountain Lodge sehr ähnlich, aber der Geschmack war dann doch zum Glück anders und wir genossen das gute Essen bei einer Flasche Wein.

Wir gingen nach dem Essen noch einmal gemütlich zum Strand, machten weitere Fotos für Sternspuren und fielen dann todmüde nach einem langen Tag in die Federn.

Highlight des Tages: die süssen kleinen Löwen, der Elefant und der Sternenhimmel über dem Indischen Ozean

9. Juni 2014

Zwischen Ozean und Süsswassersee

Als wir um 6 Uhr aufstanden, glühte der Himmel im Osten schon in einem herrlichen Orange. Wir gingen hinunter zum Strand und fanden bei Ebbe eine schöne Stelle mit interessanten Felsstrukturen. Die Farben des Sonnenaufgangs waren grossartig und die kleinen Wasserflächen zwischen den Steinen machten sich gut in der Bildkomposition. Es war nach wie vor windig und ein wenig frisch, doch für uns fühlte es sich immer noch mehr an wie früher Frühling und wir genossen die wunderschöne Morgenatmosphäre am Strand. Auf dem Rückweg sahen wir einen flinken Regenpfeifer über den Strand flitzen und in einem Baum sass sogar ein Eisvogel! Zu Schade, dass wir die Teleobjektive nicht mitgenommen hatten – die kommen morgen Früh ganz bestimmt mit!

Wir kehrten zur Lodge zurück, tranken einen Kaffee in der WiFi Lounge und frühstückten dann in der angenehm warmen Sonne auf der Terrasse. Es gab eine gute Auswahl von Joghurt, Marmeladen, Kuchen, Croissants & Toast, Früchten und ein sehr leckeres warmes Frühstück, das man bei Bedarf bestellen kann. Wir entschieden uns für das komplette Gericht mit Spiegelei, Würstchen, Speck, Pilzen und einer halben gegrillten Tomate. Sehr sehr lecker!

Wir verbrachten den Morgen im Chalet, wo ich die Fotos der letzten Tage von den Speicherkarten lud und sicherte. Mit viel Freude begutachteten wir schliesslich unsere Fotos und waren über die bisherige Ausbeute sehr erfreut. Das Mittagessen wird als Buffet im Restaurant serviert und wir gingen nach einem kleinen Schläfchen hinüber. Es gab heute Griechischen Salat, Kuchen und eine Auswahl an Käse und Früchten – genau das Richtige für eine leichte Mahlzeit zwischendurch.

Nach dem Essen schrieb ich weiter am Reisebericht bis es Zeit für den Sundowner Drive war. Wir trafen Ashley am Treffpunkt auf der Veranda und bald darauf ging es los. Ashley hielt kurz im Dorf Mabibi, wo er uns einige interessante Informationen über die Kommune gab. Die Dorfgemeinschaft ist eng verknüpft mit der Lodge und 68% des Gewinns geht an die Gemeinde. Die meisten Angestellten kommen aus dem Dorf und auch der Bau der Schule sowie der kleinen Klinik, die nur von Montag bis Freitag geöffnet ist, wurde unterstützt.

Schliesslich erreichten wir das Ufer des Lake Sibiya, dem grössten Süsswassersee Südafrikas. Ashley deckte den Tisch mit Snacks und Wein und wir machten Fotos vom See bei Sonnenuntergang. Eine grosse rote Sonne ging genau auf der anderen Seite des Sees unter; es war wie in einem richtig kitschigen afrikanischem Film! Etwas Tierleben gab es auch zu bewundern: zwei oder drei Flusspferde badeten im See und ein Purpurreiher suchte nach Fisch auf einem Felsen in der Nähe.

Kurz nach Sonnenuntergang kehrten wir zur Lodge zurück und gingen hinunter zum Strand für Sternenfotos. Der afrikanische Himmel sah einfach mal wieder fantastisch aus! Das Abendessen war bald darauf fertig und wir entschieden uns beide für Brokkolisuppe und Straussensteak bei einer Flasche leckeren Weisswein, der natürlich nicht fehlen durfte.

Highlight des Tages: das tolle Licht zu Sonnenaufgang

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10. Juni 2014

Thonga Beach Lodge

Heute standen wir etwas früher um 5:40 Uhr auf, um mehr von dem tollen Himmelsglühen vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen. Es ging auch prima auf und mir gelangen ein paar schöne Fotos bei den Felsenpools. Wir haben wirklich Glück, dass gerade zum Sonnenaufgang Ebbe ist! Auf dem Rückweg trafen wir auf ein Paar Regenpfeifer mit ihren zwei Jungen. Es war so lustig, zuzusehen, wie sie mit flinken Füssen über den Strand flitzten! Die Kleinen sahen aus wie flauschige Bälle, die über den Strand rollten – so süss! Heute hatten wir die lange Brennweite dabei und konnten ein paar Fotos der hübschen Vögel einfangen, bevor wir zufrieden zur Lodge schlenderten.

Für uns war es aber noch nicht Zeit zum Frühstück, da wir für 7:30 Uhr den Forest Walk mit Bheki gebucht hatten. Der Spaziergang dauerte eine Stunde und wir hatten mit Bheki, der auch aus der Mabibi Gemeinde kommt und ein grossen Naturwissen hat, viel Spass. In witziger Art und Weise erzählte er uns viel über die traditionelle Nutzung der Pflanzen als Medizin und für andere Zwecke. Da ist z.B. eine Pflanze, die 'Schwiegermutterzunge' genannt wird und für das Vertreiben böser Geister genutzt wird Wir hatten mit Bheki eine lustige Zeit mit viel Gelächter und er hatte sich sein Trinkgeld wahrlich verdient.

Wir waren pünktlich zum Frühstück zurück in der Lodge, doch leider mussten wir drinnen sitzen, das es immer noch sehr windig, sogar fast stürmisch, war. Nach dem Frühstück schrieb ich weiter am Reisebericht und wir entschieden uns dann trotz des Sturms doch für einen Strandspaziergang. Es war okay, als wir mit dem Wind liefen, aber der Weg zurück war dann nicht wirklich mehr spassig. Der Sand war einfach überall und ich konnte durch meine Brille fast nichts mehr sehen, weil sie voller Tropfen war. Nein, das hat nicht wirklich Spass gemacht!

Es war nun schon Mittagszeit und wir stärkten uns mit einem leckeren Hühnchen-Krabben-Curry mit griechischem Salat und einer Flasche wohlverdienten Wein Das Wetter kippte nun endgültig und es war voll bewölkt, so dass wir die Fahrt zum Lake Sibiya für heute absagten. Wir verbrachten so den Nachmittag mit einem Nickerchen und Reisebericht schreiben im Chalet. Am Abend war es weiterhin bewölkt und Sternenfotos mussten leider ausfallen. Schade!

Das Abendessen wurde heute wieder drinnen bei sehr gedämpften Licht serviert. Wir fanden dann aber doch ein sehr schmackhaftes Rinderfilet mit Gemüse und Kartoffelpüree auf unseren Tellern. Mit einer grossen Portion Hoffnung auf Wetterbesserung für Morgen fielen wir kurz danach müde in die Betten.

Highlight des Tages: der wunderschöne Sonnenaufgang

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Wei▀stirn-Regenpfeifer (Charadrius marginatus)
11. Juni 2014

Lake Sibiya

Ich hatte den Wecker auf 5:30 Uhr gestellt, aber es lohnte sich nicht aufzustehen, da es im Osten immer noch dicke Wolken hatte. Wir gingen ein wenig später kurz nach sechs Uhr hinunter zum Strand und versuchten uns an Fotos der hohen Wellen, die sich an den Felsen brachen. Die Flut war letzte Nacht durch den Sturm sehr hoch gewesen und die Wellen hatten immer noch eine stattliche Höhe. Unsere flinken Freunde, die Regenpfeiffer, waren auch da und wir hatten wieder viel Spass dabei, sie zu beobachten.

Frühstück wurde trotz nachlassenden Windes innen serviert und wir entschieden uns heute für die leichte Variante ohne Speck und Würstchen. Als wir nach dem Frühstück zum Chalet zurück kamen, fanden wir eine schöne Jungtaube auf unserem Balkon, aber leider war sie tot. Sie muss gegen eine Scheibe gekracht sein, wie Schade! Wir entschieden, sie zurück zur Natur zu bringen und liefen ein paar Meter den Forest Walk Pfad entlang, bis wir einen dichten Busch fanden. Wir legten sie sorgfältig unter einige Äste und verliessen sie im guten Glauben, dass sie ihren Frieden in der Natur finden würde. Anschliessend gingen wir zum Strand hinunter und machten endlich den Spaziergang auf die Düne hinter der Lodge hinauf (nachdem wir es Tag für Tag verschoben hatten) und bewunderten die Aussicht über den Strand mit dem Küstenwald.

Wir wanderten zurück, sprangen in die Shorts und machten endlich einen richtig schöne lange Strandwanderung. Es war sehr viel angenehmer als gestern, da der Wind mittlerweile vollständig eingeschlafen war und wir die leichte Brise genossen. Ich hatte viel Spass, mit den Krabben zu spielen, die bei Ebbe aus ihren Löchern schauten. Ich lief schnell auf sie zu, sie gingen in Verteidigungshaltung und klapperten mich mit ihren niedlichen kleinen Scheren an! Wie süss das war und es war ein Klasse Spiel, obwohl ich von ihren Drohgebären keinesfalls beeindruckt war Ich schaffte aber nur fünf Krabben, sie sind doch verdammt schnell in den Wellen im Meer verschwunden. Davon war ich dann doch beeindruckt

Wir erreichten schliesslich wieder die Lodge, entspannten in der WiFi Lounge und vergnügten uns beim Mittagessen mit kaltem Rindfleisch, Couscous, Griechischem Salat und dem unvermeidlichen Wein. Jeden Tag kommen ein paar Ladies von der Gemeinde und bieten traditionelles Kunsthandwerk an und wir schauten, ob für uns etwas dabei war, um sie zu unterstützen. Zu Gerds Entsetzen entschied ich mich für eine kleine afrikanische Trommel, von der ich dachte, dass sie sich gut für die bald startende Fussball Weltmeisterschaft eignen würde

Er willigte schliesslich ein und ich zog glücklich mit meiner kleinen Trommel von dannen – ich hatte schon einige feine Fussballlieder im Ohr, um die deutsche und die schweizer Mannschaft zu unterstützen ! Das Lachen verging mir aber recht schnell, da direkt neben dem Zugang zu unserem Chalet in einem riesigen Netz eine noch riesigere Seidenspinne lebte, die Gerd ganz mutig fotografierte, während ich sie argwöhnisch aus sicherer Entfernung beobachtete .

Nach der Gänsehaut Fotosession gingen wir zurück ins Chalet, ich lud Fotos von den Speicherkarten auf die Festplatten und schrieb am Reisebericht während Gerd unsere Taschen packte. Ja, es war schon wieder so weit, morgen zu unserer letzten Unterkunft dieser Ferien aufzubrechen !

Bald schon war es an der Zeit, die anderen Gäste für den Sundowner Drive zum See zu treffen. Wir kamen am Lake Sibiya ziemlich spät an und ich musste mich richtig für die letzten Fotos beeilen. Es war glücklicherweise einfach, einen geeigneten Standpunkt zu finden und ich fotografierte glücklich vor mich hin bis ich mich für die Drinks zu den anderen gesellte. Wir hatten mit Bheki vereinbart, nach Sonnenuntergang länger zu bleiben und dass er uns später wieder abholen würde, nachdem er die anderen Gäste zurück gebracht hatte. Ein junges deutsches Paar entschloss sich, auch zu bleiben und so hatten wir eine angenehme Unterhaltung während wir auf die Sterne warteten. Das goldene Licht nach Sonnenuntergang war fantastisch und ich ging ans Seeufer, um ein paar Stimmungen einzufangen. Es wurde schnell dunkel, ich platzierte mein Stativ für die Sternenfotos und liess die Kamera automatisch ihren Job machen. Wir genossen die Unterhaltung, Wein und Snacks bis Bheki zurückkam und noch einen weiteren Gast mit eigenem Auto aus Südafrika mitbrachte. Er war sehr an Sternenfotografie interessiert und ich verbrachte einige Zeit mit ihm, um ihm in die unergründlichen Geheimnisse der Nachtfotografie einzuweihen

Wir fuhren schliesslich zur Lodge zurück und waren auch schon bald darauf parat für das Abendessen, das wie immer sehr lecker war und wieder draussen serviert wurde. Gerd nahm heute Abend Fisch und ich entschied mich nochmals für ein Wildgericht.

Nach dem Abendessen gingen wir nochmals zum Strand, der wunderschön vom Mondlicht beleuchtet wurde. Wir machten Fotos für Sternspuren, doch ich war herb enttäuscht, als ich nach einer Stunde feststellte, dass ich falsch fokussiert hatte und alle Aufnahmen somit unbrauchbar waren! Tja, Scheisse passiert halt manchmal und es war auch nicht allzu schlimm, da ich ja auch schon in den Vortagen ausreichend Nachtfotos gemacht hatte.

Wir gingen kurz nach unserer Rückkehr ins Bett und freuten uns bereits auf den Sonnenaufgang am kommenden Morgen.

Highlight des Tages: Sonnenuntergang und die Nachtaufnahmen am Lake Sibiya

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Riesenradnetzspinne (Nephila inaurata)Lake Sibiya
12. Juni 2014

Ein letzter Umzug zur Dolphin Coast

Als wir um halb sechs Uhr aufstanden, sah der Morgen vielversprechend aus. Wir wanderten nach oben auf die Düne und staunten nicht schlecht über die sehr spezielle Aussicht, die sich uns bot. Es dämmerte gerade und Nebel rollte von der Landseite über die Dünen aufs Meer. Die Atmosphäre war schon fast mystisch und diese Dämmerungsfotos gehören zu meinen Lieblingsfotos dieser Ferien. So war ich auch nicht enttäuscht, dass sich die Sonne hinter dicken Wolken versteckte und es keinen schönen Sonnenaufgang gab. Bevor wir zurück gingen, waren wir sehr erstaunt, grosse frische Katzenspuren im Sand neben uns zu finden. Die Katze muss dort in der Nähe geschlafen haben, da die Spuren direkt in einer Kuhle nicht weit von unserem Standort begannen und sie ist anscheinend während wir fotografierten an uns vorbei in den Wald geschlichen! Wir haben nicht herausgefunden, welche Katze es war, aber die Spuren waren definitiv zu gross für eine Ginsterkatze, deren Spuren wir weiter unten entdeckt hatten.

Wir kehrten zur Lodge zurück, packten unsere Koffer fertig und genossen ein letztes ausgiebiges Frühstück. Danach plauderten wir eine Weile mit Nadia und Camilla, zahlten die Rechnung und schon war es Zeit, sich von Bheki, Bruce und dem Team zu verabschieden. Aber Bheki hatte noch eine Überraschung für uns parat: er kam mit einer wunderschönen kleinen grünen Schlange, die wir bewunderten und auch anfassen konnten. Wir lieben beide Schlangen und dieses faszinierende Erlebnis war für uns daher etwas ganz Besonderes. Sehr glücklich verabschiedeten wir uns endgültig und gingen zum Landrover, der abfahrbereit auf dem Parkplatz wartete.

Die Fahrt zum Thonga Beach Lodge Parkplatz bei der Cashnew Factory dauerte wieder nur knappe 50 Minuten und wir waren bald darauf auf den Weg nach Süden Richtung Durban. Es war eine lange Fahrt und wir erreichten unser letzes Ziel, den Canelands Beach Club * an der Dolphin Coast in Salt Rock nach knapp vier Stunden. Wir wurden von Katherine sehr herzlich empfangen und sie zeigte uns nach einem Welcome Drink die Anlage und unser Zimmer. Das Hotel ist sehr stilvoll, aber doch sehr gemütlich und die Zimmer sind ausreichend gross mit einem tollen Badezimmer sowie einer grossen Terrasse mit Blick auf den Indischen Ozean. Eine traumhafte Unterkunft nahe am Flughafen für die letzten 1.5 Tage unserer Ferien!

Diashow Canelands Beach Club (Klick für grössere Bilder):
ZimmerPoolAussichtStrand

Wir machten einen kurzen Spaziergang zum Bottle Store um etwas Wein, Amarula und Diätcola zu kaufen und verbrachten die Stunde des Sonnenuntergangs auf unserer Terrasse. Der Vollmond ging auf, als das Licht im Osten gerade durch den Erdschatten pink wurde – was für ein fantastischer Anblick!

Das Abendessen wird im gemütlichen Restaurant serviert und die Küchenchefs hielten, was uns bereits versprochen wurde: das Essen war einfach nur fantastisch! Gerd hatte ein sehr scharfes Hühnerlebercurry als Vorspeise und ein noch schärferes Lammcurry als Hauptgericht während ich mich für ein köstliches Springbock Steak entschied. Nach diesem kulinarischen Highlight schauten wir das Eröffnungsspiel der Fussballweltmeisterschaft, aber wir hielten nicht bis zum Ende des Spiels durch. Es war wirklich ein langer Tag gewesen.

Highlight des Tages: der magische Sonnenaufgangsnebel

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13. Juni 2014

Dolphin Coast

Leider schliefen wir beide nicht richtig gut und ich stand wie gewohnt um kurz nach sechs Uhr auf. Der Himmel im Osten sah schön Orange aus und so schnappten wir uns die Fotorucksäcke und gingen hinunter zum Strand. Es war Ebbe und die freigelegten Steine machten sich hervorragend als Vordergrund gegen den farbigen Himmel. Ich fotografierte glücklich vor mich hin und wir beide schauten begeistert zu, wie die Sonne wunderschön über dem indischen Ozean aufging. Wie gemalt!

Nach diesen erfreulichen 30 Minuten gingen wir zurück aufs Zimmer und Gerd holte ein wenig Schlaf nach, während ich am Reisebericht schrieb. Dann war es auch schon Zeit fürs Frühstück, das wir auf der schönen Terrasse mit Blick auf den Ozean serviert bekamen. Das kalte Frühstück wurde auf einem Tablett neben dem Tisch aufgestellt, auf dem alles vorhanden war, was man sich wünschen konnte: frischer Obstsalat, Joghurt, Croissant, Müsli, Saft und Marmeladen. Von der Karte konnten wir uns ein warmes nach Wunsch zusammenstellen und wir nahmen die obligatorischen Würstchen, Speck, Spiegelei und Pilze. Abgerundet durch sehr leckeren Kaffee liessen wir uns das Frühstück in der warmen Sonne ausgiebig schmecken.

Danach machten wir einen langen Strandspaziergang und genossen die Sonne, das Meer und den Wind. Die Küste ist auch hier sicher und es gibt überhaupt keine Belästigungen wie beispielsweise die aufdringlichen fliegenden Händler in Asien. Südafrika macht richtig Spass und auch wenn es in bestimmten städtischen Gegenden durchaus gefährlich ist, haben wir uns auf dem Land zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt. Wir haben nur freundliche Menschen getroffen, die es uns einfach machten, sich in ihrem Land wohl zu fühlen.

Nach dem Spaziergang gingen wir aus reiner Neugier hinüber in 'Siggi′s German restaurant', das sich direkt gegenüber von Canelands befindet. Normalerweise essen wir in den Ferien ja grundsätzlich nur das einheimische Essen und so war die Karte mit deutschem Eisbein, Heringsstip und Würstchen mit Kartoffelpüree für uns auch nicht gerade verlockend Wir bestellten daher nur einen Small snack basket, der sich als ein Mix von Frankfurter Würstchen , frittiertem Hühnchen, Frühlingsrollen und labberigen Pommes erwies. Es war okay, aber ziemlich fettig und wir liessen die Pommes auf dem Teller zurück. Wahrscheinlich sind wir hier in Südafrika kulinarisch schon viel zu verwöhnt, aber es war ein lustiges Erlebnis

Nach diesem etwas schweren Essen gingen wir zurück zum Strand, wo ich versuchte, im sanften Nachmittagslicht die brechenden Wellen über die Felsen einzufangen. Das Warten auf die perfekte Welle hat wie immer viel Spass gemacht! So ging der Tag langsam zu Ende; wir duschten und es war bereits Zeit fürs Abendessen – die Zeit an unserem letzten Ferientag flog nur so dahin ! Das Abendessen im Restaurant war wieder absolut köstlich mit nicht ganz so scharfem Hühnercurry für mich und zartem Lamm für Gerd.

Ich versuchte nach dem Essen Sternenfotos, aber der Himmel war irgendwie zu hell oder diesig, so dass Fotos vom Nachthimmel hier einfach nicht möglich waren. So schauten wir das tolle Spiel der Holländer gegen Spanien an der Weltmeisterschaft und gingen kurz darauf schlafen. Unsere letzte Nacht in Südafrika!

Highlight des Tages: der tolle Sonnenaufgang

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14. Juni 2014

Zurück nach Hause

Ich stand wieder einmal um sechs Uhr auf und ging für meinen letzten Sonnenuntergang in Südafrika hinunter zum Strand. Der östliche Himmel glühte in einem tiefen Rot-Orange und ich beeilte mich, das Stativ auf einen etwas höher gelegenen Stein aufzubauen. Die Flut war noch ziemlich hoch und das Wasche umspülte schön die Felsen vor mir. Ich verbrachte eine vergnügliche Stunde am Strand bis die Sonne schliesslich für gute Fotos zu hoch war. Puh, das war nun das Ende vom Fotografieren für diese Ferien!

Wir frühstückten ausgiebig in der Sonne auf der Terrasse und genossen sowohl das leckere Essen als auch den Blick über das Meer. Es war ein herrlicher Tag und so machten wir noch einen langen Strandspaziergang bevor wir zum Flughafen aufbrechen mussten. Wir schmunzelten über die Informationstafel an den Gezeitenpools, wo darauf hingewiesen wird, dass man keine Haie in den Pools aussetzen soll

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Viel zu schnell und nach einer letzten Tasse Kaffee auf der Terrasse zahlten wir die Rechnung und fuhren die kurzen 20 km zum Durban Airport. Der neue King Shaka Airport ist ein sehr angenehmer Flughafen: aufgeräumt, sauber und alles ist einfach zu finden. Wir gaben unser Auto bei einem Mitarbeiter von Europcar ab und checkten das Hauptgepäck ein. Anschliessend ging es durch die Sicherheitskontrolle und wir assen eine Portion Salat mit Fleischbällchen in einer Bar. Pünktlich hob unser Flieger nach Johannesburg ab und wir kamen nach einem kurzen ruhigen Flug am O. R. Tambo International Airport an. Wir mussten hier durch die Passkontrolle und schlenderten gemütlich zum Terminal für die Internationalen Abflüge. Der Weg war gut ausgeschildert und wir erreichten kurze Zeit später das Abfluggate für den Flug nach Paris.

Ich war immer noch stark beeindruckt von der riesigen Grösse des Airbus 380 und es ist nach wie vor schwer zu glauben, dass das Riesending abheben kann! Aber es fliegt sehr gut und wir hatten einen sehr angenehmen, knapp 10-stündigen Flug nach Paris. Der Service in der Premium Economy war diesmal ausgesprochen gut mit einer sehr freundlichen Stewardess und gutem Essen.

Wir landeten am Charles de Gaulle Airport um 5:15 Uhr und hatten danach grosse Schwierigkeiten, unseren Abflugterminal 2G für den Weiterflug nach Basel zu finden. Wirklich jeder Terminal war ausgeschildert, nur dieser eine nicht! Wir fragten ein paar Mitarbeiter vom Ground staff und wurden zwei Mal den falschen Weg geschickt, bis wir dann endlich den Bus fanden, der zum Terminal 2G fuhr. Wir hatten aufgrund unserer Premium Economy Tickets freien Eintritt in die Air France Lounge, wo die drei Stunden bis zum Weiterflug rasch verflogen.

So landeten wir dann endlich pünktlich in Basel und nahmen den Bus nach Hause. So, das war nun das Ende einer ganz tollen Ferienreise, die unsere Erwartungen mehr als erfüllt hat.

Wir danken Euch für Euer Interesse und hoffen, Ihr hattet etwas Spass beim Lesen unseres Reiseberichts. Alle Fotos von Südafrika findet Ihr in den Südafrika Fotogalerien auf unserer Webseite.

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