Reisebericht Hawaii Kauai 2019

12. - 19. Februar 2019

Weiterreise und Ankunft auf Kauai

Heute Morgen hiess es Koffer packen und ich musste mich von Malia und Bernie verabschieden. Die nächste Insel steht auf dem Programm und ich flog heute mit Hawaiian Airways nach Kauai.

Der Abschied fiel mir gar nicht so leicht – vor allem die tollen Albatrosse würde ich vermissen und natürlich die netten Gespräche mit Malia. So machte ich mich auf den Weg nach Honolulu und wählte die Route über die Highways 83 und 3, was sich als gute Wahl erwies. Auf dem Highway 1 gab es einen Unfall, der einen Megastau nach sich zog, wie ich im Radio hörte.

Ich tankte an der Tankstelle in der Nähe, wo ich meine SIM gekauft hatte und gab dann das Auto bei Alamo ab. Das war gut organisiert und völlig problemlos. Der Shuttle Bus brachte mich zum Terminal, wo ich an den Check-in Automaten von Hawaiian Airlines den Barcode meines Tickets scannen musste, um eine ausgedruckte Boardkarte und den Baggage Tag zu bekommen. Auch hier in Honolulu war die TSA Sicherheitskontrolle angenehm und schnell. Die in Basel sind schlimmer!!!!

Als die Boeing 717 abhob, hatte ich kurz einen schönen Blick auf Honolulu und das türkisfarbene Meer – ein richtig schöner Ausblick! Der Flug nach Lihue auf Kauai dauerte nur 45 Minuten und verlief ruhig. Mein Koffer mit dem Waldi Aufkleber kam erst spät, aber ich hatte ja Zeit. Dann ging es mit dem Alamo Shuttle zum Büro und ich erhielt zügig die Papiere für den Jeep – diesmal in hellgrau. Es war wieder ein ziemlich neuer Wrangler mit vier Türen, aber vor allem die Fensterscheiben innen waren ziemlich siffig . In der Unterkunft angekommen machte ich sie erstmal sauber!

Es waren nur wenige Kilometer zu meiner Unterkunft Secreat Falls Retreat, wo ich von Darcy und Tim empfangen wurde. Ich hatte das Pool View Zimmer gebucht, das sehr gross war und mit Kühlschrank, Mikrowelle, TV und schnellem WiFi ausgestattet war. Das Beste waren aber die vier Gläser Kauai Kaffee: eine normale Röstung und drei andere mit Karamell, Vanille und Schokoladen Aroma. Ich probierte alle durch und habe fast eine Kaffee Überdosis bekommen – sie waren alle sehr lecker !

Diashow Secret Falls Retreat (Klick für grössere Bilder):

Ich zog ein, fuhr zum Safeway nach Kapaa und deckte mich mit Lebensmitteln für die Woche ein. Danach setzte mich mit einem Bier und einem Nudelgericht aus der Mikrowelle an den Pool und bewunderte den Blick über den Regenwald zu den Bergen. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit, aber zumindest für zwei Fotos reichte es und ich liess den Tag im gemütlichen Zimmer ausklingen.

Highlight des Tages: der Kauai Kaffee

13. Februar 2019

Fern Grotto & Kilauea Lighthouse

Es sah am Morgen nicht nach Sonnenaufgang aus, aber ich machte mich trotzdem auf dem sehr kurzen Weg zum Aussichtspunkt des Opaeka`a Falls. Nach dem Regen der letzten Tage führte er gut Wasser und stürzte in zwei Kaskaden rund 40 Meter in die Tiefe. Ich fotografierte eine Weile und beobachtete die Kuhreiher, die zu hunderten (!!) von der Küste in den Wald flogen .

Zurück in der B&B machte ich mir einen Kaffee und holte mir das Frühstück ins Zimmer. Das war ziemlich bescheiden mit Brotscheiben, Butter, Marmelade, Yoghurt, Müsli und einem Ei. Aber ich hatte ja eh mehr Freude an dem leckeren Kaffee! Während des Frühstücks bildete sich über dem Tal ein wunderbarer Regenbogen, den ich natürlich auch noch einfangen musste .

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Opaeka`a Falls

Dann war es auch schon Zeit für meine gebuchte Kauai Tour mit Best of Kauai *. Ich wurde um neun Uhr von der B&B abgeholt und der Van mit 7 weiteren Gästen und dem hawaiianischem Guide Domi traf pünktlich ein.

Als erstes stand ein Bootsausflug zur Fern Grotto vom Hafen in Wailua an. Das breite Boot stand bereit und auf ihm spielte eine Band hawaiianische Musik. Das war aber wohl nur auf dieser Tour so, weil sie später an der Fern Grotto blieb, um dort für alle Touris zu spielen.

Die 2,5 Meilen lange Fahrt auf dem Wailua River war dann auch kurzweilig und ein kurzer Spaziergang führte uns vom Anleger zur Fern Grotto. Wow, was für ein zauberhafter Anblick – das hatte ich so gar nicht erwartet ! Diese grosse Lavagrotte ist wirklich über und über mit Farnen bewachsen und ist einfach nur wunderschön. Man darf sie seit 2006 nicht mehr betreten, aber man kann sie von der grossen Plattform aus gut bewundern. Der Grotte, die vor allem bei Hochzeitspaaren sehr beliebt ist, tut es wohl gut. Ich fotografierte begeistert und schliesslich plazierte sich die Band vor der Grotte und performte einen Hula Tanz. Okay, das muss wohl so sein...

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Fern GrottoWailua River

Es ging dann zurück zum Hafen und wir fuhren zum Opaeka`a Wasserfall, wo jeder posieren durfte. Die Shaka Geste, die für alles mögliche über Danke, Hang loose bis zu right on steht, musste ich machen... . Und seh dabei ziemlich Scheisse aus . Hab ich schon erwähnt, dass ich manche Dinge auf solchen Touren etwas albern finde...?

Weiter ging es Richtung Osten und in Kapaa machten wir bei Chicken in the basket eine Mittagspause. Ich nahm die Nachos mit Toppings und sie waren auch einigermassen okay. Aber ich hab ja eh keine Ansprüche ans Essen .

Domi erzählte eigentlich die ganze Zeit irgendwas und plötzlich standen wir vor seinem Haus, wo er die Essenreste vom Mittag an sein Wildschwein verfütterte. Jooo auch das muss wohl sein... Die Fahrt ging weiter am riesigen Grundstück von Mark Zuckerberg vorbei, der sich dort gerade eine GoCart Bahn bauen lässt. Schliesslich erreichten wir das Kilauea Lighthouse and Wildlife refuge, wo wir zunächst wieder alle vor dem Leuchtturm posieren mussten. Na ja, aber ich bekomme ja sonst auch keine Bilder mehr von mir...

Das Highlight dort sind aber die Seevögel! So konnte ich in der kurzen Zeit Fregattvögel (Fregata minor), Rotfusstölpel (Sula sula) und Rotschwanztropikvögel (Phaethon rubricauda) fotografieren. Nach diesen 20 Minuten wusste ich, dass ich nochmal zurück kommen werde und war mit der bescheidenen Ausbeute erstmal zufrieden. Die Aussicht auf die Felsen, wo die Rotfusstölpel brüten, war bei dem Wellengang ziemlich spektakulär.

Danach fing es an zu regnen und wir fuhren zurück – aber zuvor musste ich auf Domis Drängen unbedingt noch ein Wildschwein fotografieren. Gut, das auch noch Domi setzte mich um 15 Uhr in Wailua in der B&B ab und wir verabschiedeten uns. Es war ein netter Ausflug, der mich aber doch ein wenig enttäuschte. Ich hatte schon gedacht, dass bei einem Best of Kauai auch der Waimea Canyon dabei ist. Mit weniger Geplänkel und privaten Touren hätte es auch durchaus in den Tagesplan gepasst. Aber für mich war es okay – ich hatte Kontakt zu Leuten und es war recht unterhaltsam. Der Canyon musste halt warten.

Highlight des Tages: die Vögel vom Kilauea Leuchtturm

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Fregattvogel (Fregata minor)Rotfusstölpel (Sula sula)Rotschwanztropikvogel (Phaethon rubricauda)Kilauea LighthouseWailua River
14. Februar 2019

Vogeltag

Der heutige Tag ist schnell erzählt, denn er stand voll im Zeichen der Vögel vom Leuchtturm. Ich fuhr nach dem Frühstück hin und verbrachte dort fast drei Stunden. Heute war das Wetter etwas besser und der Himmel oft blau. Die Vögel hoben sich so perfekt ab und mir gelangen einige schöne Bilder.

Auf den Chip bannen konnte ich Fregattvögel (Fregata minor), Rotfusstölpel (Sula sula), Laysanalbatrosse (Phoebastria immutabilis), Rotschwanztropikvögel (Phaethon rubricauda), Weissschwanz-Tropikvögel (Phaethon lepturus) und sogar einen Weissbauchtölpel (Sula leucogaster) im Flug! Ausserdem liefen mir noch die Staatsvögel von Hawaii über den Weg: die Hawaiigans (Branta sandvicensis), auf hawaiianisch Nēnē genannt. Eine Hawaiigans zu überfahren wird mit hohen Geldstrafen geahndet! Ich hatte wahnsinnig viel Spass beim Beobachten und Fotografieren der Vögel und immer wieder ergaben sich Gespräche mit anden Vogelbeobachtern. Schön war′s !

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Weissbauchtölpel (Sula leucogaster)Rotfusstölpel (Sula sula)Laysanalbatros (Phoebastria immutabilis)Rotschwanztropikvogel (Phaethon rubricauda)Weissschwanz-Tropikvogel (Phaethon lepturus)Hawaiigans (Branta sandvicensis)Fregattvogel (Fregata minor)

Nach einer kurzen Pause in der B&B machte ich mich auf den Weg nach Poipo, wo sich im Spounting Horn Park ein Blowhole befindet. Von einer Plattform aus kann man auf das Blasloch hinunter schauen und alle paar Minuten kam eine grössere Welle und eine Fontäne schoss heraus. Ich habe mal ein animiertes Gif aus Serienaufnahmen gemacht – wozu habe ich denn 24 Bilder pro Sekunde in der Sony RX10 IV sonst...?

Zum Abschluss des Tages machte ich noch Fotos des bekannten Tree Tunnels, was sich aber durch den starken Verkehr als ziemlich schwierig erwies. Ich wollte schon fast aufgeben und dann gab es doch noch fünf Sekunden ohne Auto auf den Fahrbahnen. Na dann...

Highlight des Tages: wieder die Vögel vom Kilauea Leuchtturm

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Spounting Horn BlowholeTree tunnel
15. Februar 2019

Noch ein Vogeltag

Auch heute lohnte es sich nicht, zum Waimea Canyon zu fahren und so wurde es ein weiterer Vogeltag! Am Leuchtturm war das Wetter besser und ich freute mich über einige sehr schöne Fotos der Fregattvögel (Fregata minor), Laysanalbatrosse (Phoebastria immutabilis), Rotfusstölpel (Sula sula) und Rotschwanztropikvögel (Phaethon rubricauda). Einmal konnte ich in etwas weiterer Entfernung den Balzflug der Weissschwanz-Tropikvögel (Phaethon lepturus) beobachten – toll !

Auf dem Weg zurück vom Leuchtturm hielt ich an einem Burger Foodtruck an, den Domi empfohlen hatte. Ono Char Burgers hiess er und Ono bedeutet soviel wie lecker oder auch gut. Ich bestellte einen Cheeseburger und der war in der Tat super lecker! Burger esse ich hier auf Hawaii wirklich gern .

Zurück in der B&B setzte ich mich mit einem Bier an den Pool und sah plötzlich eine winzige Echse auf der Mauer. Flink die Kamera geholt und nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelang mir ein Foto, als die Kubanische Anole (Anolis Sagrei) ihren Kehlsack aufblähte und dieser hellrot leuchtete. Ob er mir nun drohen oder imponieren wollte, weiss ich nicht – ich war Dank 600mm auf jeden Fall weit genug von ihm entfernt. Ich freute mich über den kleinen Kerl!

Highlight des Tages: mal wieder die Vögel vom Kilauea Leuchtturm

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Rotschwanztropikvogel (Phaethon rubricauda)Rotfusstölpel (Sula sula)Laysanalbatros (Phoebastria immutabilis)Fregattvogel (Fregata minor)Weissschwanz-Tropikvogel (Phaethon lepturus)Kubanische Anole (Anolis Sagrei)
16. Februar 2019

Noch ein Vogeltag

Heute musste ich in das Kauai Shores Hotel umziehen, da meine B&B nicht durchgängig buchbar war. Tom und Darcy waren am Vormittag nicht da und so verliess ich ohne Abschiedsgruss um 11 Uhr das Zimmer. Seltsam . Ich hatte mit der Rezeption einen Early Check-In vereinbart und konnte bereits um 12 Uhr mein Zimmer beziehen. Es war ein normal grosses Zimmer mit zwei Betten, Kühlschrank, Kaffeemaschine mit täglich neuen Kapseln, Fernseher, schnellem WiFi und Bad.

Diashow Kauai Shores Hotel (Klick für grössere Bilder):

Gegen Mittag fuhr ich die gesamte Ostküstenstrasse bis Hanalei durch und wollte mir die Landschaft und Strände dort ansehen. Die Hanalei Bucht gilt als eine der Buchten mit dem schönsten Strand auf Hawaii. Nun, diese Meinung konnte ich absolut nicht teilen. Es ist zwar ein langer, halbmondförmiger Strand, aber er war ziemlich mit Treibgut und Plastik verschmutzt und die vielen Menschen machten ihn auch nicht attraktiver. Die Gegend gefiel mir auch nicht sehr und ich erinnerte mich, dass Domi erzählt hatte, dass es hier und in Princeville am teuersten sei auf ganz Kauai. Warum auch immer...

Von einem Aussichtspunkt konnte man in das Hanalei Valley schauen, wo anscheinend viel Ananas angebaut wird. Der Blick war schön und wurde nur von den tief hängenden Regenwolken gestört.

So mache ich dann das, was ich schon die vergangenen Tage gemacht hatte: ich fuhr zum Kilauea Leuchtturm und bewunderte nochmal die grossartigen Vögel. An jedem Tag hatte ich irgendwie immer einen anderen Schwerpunkt und heute schienen es die Fregattvögel (Fregata minor) zu sein, die in perfekter Höhe zum Fotografieren durch die Lüfte glitten. Ein herrlicher Anblick! Natürlich waren auch wieder Laysanalbatrosse (Phoebastria immutabilis) sowie Rotfusstölpel (Sula sula) dabei und ich freute mich wieder sehr.

Es fing an zu regnen und ich fuhr zurück ins Hotel. Es war Happy Hour und ich trank zwei Mai Tai an der Bar, wo ich ein nettes Paar aus Wyoming kennenlernte. Als wir so über die Inseln sprachen und auf Insekten kamen, erwähnte ich einen Stich am Arm, der einfach nicht weg gehen wollte. Es stellte sich dann heraus, dass ich einen Spinnenbiss habe – noch aus Oahu – und das die bis zu 6 Wochen dauern, bis sie nicht mehr jucken! Igitt, die Vorstellung fand ich furchtbar...

Highlight des Tages: nun ja... die Vögel vom Kilauea Leuchtturm

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Fregattvogel (Fregata minor)Laysanalbatros (Phoebastria immutabilis)Rotfusstölpel (Sula sula)
17. Februar 2019

Ein Blick in den Waimea Canyon & Wailua Falls

Das Wetter war nach wie vor sehr wechselhaft – Kauai wurde seinen Ruf als nasse Insel voll gerecht! Am frühen Nachmittag fuhr ich dennoch die rund 60 Kilometer bis zum Waimea Canyon Overlook, da ich doch etwas neugierig war und die Strecke schon mal gefahren sein wollte, bevor ich da in stockfinsterer Nacht hochfahre !

Der Waimea Canyon wird auch der Grand Canyon des Pazifiks genannt, was schon erstaunlich ist, da er sich auf dieser kleinen Insel von Hawaii befindet. Er ist 22 km lang, bis zu 1,6 km breit und an seiner tiefsten Stelle erreicht er 1.097 Meter – das sind beeindruckende Zahlen!

Die Wolken hingen tief und ich konnte die Schönheit des Canyons nur erahnen, aber die Farben waren nach dem vielen Regen intensiv und satt. Der Fluss führte viel Wasser und ich konnte einige Wasserfälle ausmachen, die im Sommer sonst nicht sichtbar sind.

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Waimea Canyon

Waimea bedeutet 'rotes Wasser' und man kann überall sehen, woher das kommt: die Erde dieser ältesten Insel des Hawaii Archipels ist rot aufgrund von oxidiertem Eisen und überall hat es tiefrote Hänge und Furchen. Kauai ist circa sechs Millionen Jahre alt und wandert mit der pazifischen Platte Richtung Nordwesten und entfernt sich damit vom tief gelegenen unterirdischen Hot Spot. Ein Effekt davon ist, dass ein megastarkes Erdbeben die Insel fast auseinander gerissen hat und so der Waimea Canyon entstand. An einer Stelle hatte sich ein kleiner Bachlauf gebildet und bot einen schönen Kontrast zur roten Erde.

Nun kam der Regen immer näher und ich machte mich auf den Rückweg. Spontan entschloss ich mich, den Wailua Falls einen Besuch abzustatten und hatte Glück, dass nicht allzu viele Leute da waren und ich einen der wenigen Parkplätze ergattern konnte. Der Wasserfall fällt aus 24 Meter Höhe und hat normalerweise zwei Ströme, die sich aber aufgrund der vielen Regenfälle zu einem einzigen vereinigt hatten. Irgendwie Schade, denn ich finde ihn mit zwei Strömen eigentlich attraktiver! Na ja, so machte ich halt ein 'Ich-war-da-Belegfoto' und fuhr zurück ins Hotel.

Es war wieder Happy Hour und ich gönnte mir neben zwei Mai Tais eine grosse Portion Nachos mit Mango Salsa. Hmmm wirklich gut und gesund ernähre ich mich hier nicht . Das ist ja noch schlimmer als Zuhause .

Highlight des Tages: der erste Blick in den Waimea Canyon

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Wailua Falls
18. Februar 2019

Waimea Canyon & Na Pali Coast

Es war die letzte Chance für den Waimea Canyon heute und es sah auch gut aus, als ich früh morgens um 5:30 Uhr los fuhr: es war klar mit einigen wenigen Wolken. Die Fahrt bis zum Canyon Lookout dauerte rund 70 Minuten und war auch in der Dunkelheit völlig problemlos zu fahren. Eigentlich sogar besser, denn ich hatte keinen langsamen Amis vor mir .

Ich kam zur blauen Stunde an und hatte bereits etwas Licht im Canyon. Die Fotoserie zeigt sehr schön, wie sich das Licht entwickelte und sich der Canyon alle paar Minuten in einer anderen Stimmung präsentierte. Kurz vor Sonnenaufgang kam eine deutsche Gruppe und führten ein spirituelles Sonnenaufgangsritual auf. Für solche Dinge bin ich so gar nicht empfänglich und ich fand es seltsam mit dem Singsang und Turnübungen .

Die Sonne ging schliesslich über dem Rand des Canyons auf und tauchte die gegenüberliegende Seite für kurze Zeit in ein richtig feines Licht. Leider dauert hier das schöne Licht nicht sehr lange und ich musste schnell arbeiten, um meine Fotos auf den Chip zu bannen. Die Sonne zauberte seitliche Strahlen in den Canyon und langsam wurden die Strukturen erkennbar. Ein herrlicher Sonnenaufgang und die Fahrt hatte sich auf jeden Fall gelohnt!

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Waimea Canyon

Ich packte zusammen und fuhr ganz hoch bis zum Kalalau Lookout, der als episch gilt. Der Blick auf den Bergkamm mit den Sägezahnartigen Bergen ist in der Tat beeindruckend und aufgrund des Regens hatten sich einige Wasserfälle gebildet. Das Dilemma war nur, dass die schönen Berge noch im Schatten lagen und eigentlich nachmittags schöner zu fotografieren sind . Nachmittags ist es aber meistens Wolkenverhangen und regnerisch. Na ja, so machte ich ein Belegfoto und freute mich, dass ich den Ausblick in das wunderschöne Tal wenigstens sehen konnte.

Die Strasse geht noch ein Stückchen weiter bis zum Pu′u O Kila Lookout, von wo aus die Aussicht auf die Bergkette noch imposanter ist – aber dasselbe Dilemma mit dem Licht. Also Belegfoto . Von hier aus sieht man übrigens auch den Schildvulkan Wai′ale′ale, der mit 1.569 Meter der zweithöchste Berg auf Kauai ist. Seine Berühmheit erreicht er allerdings mit seinen Regenmengen und einem Durchschnitt von 12.000mm im Jahr! Es regnet an über 330 Tagen im Jahr und meistens sieht man den Gipfel gar nicht. Also Glück gehabt – wenigstens das! Der Berg gilt mit seinen Niederschlagsmengen als einer der regenreichsten Orte der Welt. Der hawaiische Name Wai′ale′ale bedeutet daher auch 'überlaufendes Wasser'.

Ich wartete eine Weile auf dem Parkplatz und wollte schauen, ob die Berge Licht bekommen würden und holte im Auto eine Mütze Schlaf nach. Als ich um kurz vor neun Uhr nachschaute, zogen allerdings Passatwolken in das Tal. Das sah kurze Zeit ganz spannend aus, wie die Wolken die Landschaft quasi einrahmten, aber kurze Zeit später sah man nichts mehr.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Kalalau Valley

So fuhr ich langsam zurück und hielt immer wieder mal für Ausblicke in den Canyon an. Am Waimea Canyon Lookout machte ich nochmal ein paar Bilder. Die Sonne schien nur schwach durch eine Schleierbewölkung, aber die bunten Farben des eisenhaltigen Gesteins und durch den Regen satten Grüns kamen trotzdem gut durch – fast schon eine Farbexplosion! Schade, dass es mit einem Nachmittagsbesuch im Canyon wegen des schlechten Wetters nicht geklappt hat!

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Waimea Canyon

Um elf Uhr war ich zurück im Hotel und mache bis ein Uhr eine Pause. Dann war es Zeit, nach Port Allen zu fahren, wo ich bei Blue Dolphin Charters eine Na Pali Coast Sunset Dinner Cruise gebucht hatte. Chris war unser Kapitän und arbeitet seit 31 Jahren bei Blue Dolphin! Rob und Dean waren die anderen Guides, die sich immer gut und sehr aufmerksam um die Gäste gekümmert haben und auch bei Seegang immer schnell zur Seite waren.

An Board waren circa 50 Leute, aber es war nicht ausgebucht und nicht zu eng. Wir fuhren um drei Uhr raus, es wurden Soft Drinks verteilt und wir trafen bereits nach kurzer Zeit auf die ersten Buckelwale (Megaptera novaeangliae) – es ist ja Walsaison! Ähnlich wie in Kanada muss man hier grossen Abstand halten und zudem waren die Mutter und ihr Baby im Gegenlicht, so dass sich sozusagen ein natürliches Schwarzweissfoto ergab. Schön, die Jungs mal wieder zu sehen! Wir sahen nach kurzer Zeit nochmal einen Wal und dann eine Gruppe Delfine. Die waren für gute Fotos für mich wieder mal zu schnell. Das lerne ich wohl nie !

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Buckelwale (Megaptera novaeangliae)Delfine

Die Fahrt wurde dann Richtung Norden und Na Pali Küste zunehmend ruppiger und die Stimmung an Bord ruhiger. Einige benötigten Kotztüten, doch ich hielt mich trotz eines flauen Gefühls im Magen recht wacker. Hinter der Landspitze wurde es dann etwas ruhiger und ich konnte die Ausblicke auf eine der schönsten Küsten und Berge, die ich je gesehen habe, geniessen. Hier wurde Jurassic Park gedreht und wenn man diese rauhe und steile Berglandschaft so sieht, kann man sich gut vorstellen, dass da gleich Gallimimus, Triceratops & Co. um die Ecke kommen .

Die gezackten Berghänge sind satt tiefgrün, die eisenhaltigen Felsen bilden einen grandiosen Kontrast und der ganze Anblick ist von unglaublicher Schönheit. Aber seht selbst.

Langsam fuhren wir an dieser Kulisse zurück und dann wurde das Dinner serviert. Es gab Teriyaki Huhn, Pulled Pork und dazu Salat, Reis und Brötchen. Natürlich durfte der unvermeidbare Mai Tai nicht fehlen. Ich durfte nur einen, weil ich ja noch zurück fahren musste, aber ich glaube, mein Magen hätte auch nicht mehr vertragen. Wir fuhren mit Musik zurück nach Port Allen und kurz vor Sonnenuntergang leuchtete die Landschaft vor dem Waimea Canyon herrlich Orange. Dann ging die Sonne im Ozean unter und jeder bekam einen kleinen Schluck Champagner. Prost!

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Na Pali Coast

Um sieben Uhr waren wir im Hafen und ich fuhr in rund 40 Minuten zurück ins Hotel, wo ich den Abend bei einem Glas Wein und einem Gespräch mit einem netten Inder an der Bar ausklingen liess.

Highlight des Tages: Waimea Canyon und Na Pali Coast

19. Februar 2019

Weiterreise nach Maui 1. Teil

Heute sollte es mit Hawaiian Airlines um 11 Uhr weiter gehen auf die Insel Maui. Kauai hinterlässt gemischte Gefühle: der Verkehr war oft quälend langsam und leider das Wetter überwiegend so schlecht, dass ich kaum etwas gesehen habe und auch keine Wanderung machen konnte. Aber ich denke, ich habe das Beste daraus gemacht!

Im nächsten Kapitel könnt Ihr dann lesen, wie es mir in den 11 Tagen auf Maui erging.

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