Reisebericht Hawaii Big Island 2019

11. - 17. März 2019

Weiterzug nach Kona und ein Mini-Bufadero 2. Teil Big Island

Heute Morgen war es mal wieder nichts mit Sonnenaufgang – die Wolken aus Volcano zogen sich bis zum Meer ! So trank ich erstmal in Ruhe Kaffee, las Nachrichten und entwickelte ein paar Bilder bis es Zeit fürs Frühstück war. Auch heute wurde ich von Amparo wieder verwöhnt und es gab frische Waffeln, Würstchen, Rührei, frisch gepressten Orangensaft und natürlich eine grosse Obstplatte. Ich liess es mir schmecken und wusste, dass ich das Frühstück und Amparos Gesellschaft sicher vermissen würde!!!

Der Abschied fiel dann nach dem Frühstück auch richtig schwer und ich machte mich etwas wehmütig auf den Weg hinüber nach Kona. Die Saddle Road ist ein gut ausgebauter Highway, den ich ja schon bis zum Mauna Kea Abzweig gefahren bin. Ich fuhr aber nicht direkt durch, sondern fuhr einen kleinen Umweg über die Old Saddle Road, die sich über die Hügel schlängelt. Am Ende der Strasse sollten sich Hawaii-Sumpfohreulen (Asio flammeus sandwichensis) tummeln und ich hoffte auf eine Sichtung. Leider hatte ich kein Glück; wahrscheinlich auch, weil sich am Ende der Strasse eine Baukolonne befand, die das letzte Stück der Old Saddle Road erneuerten. Na ja, einen Versuch war es wert und ich hatte ja noch einige Tage für neue Versuche.

An dieser Stelle ein kleiner Exkurs zum Thema Sicherheit beim Gepäck im Auto. Ich habe schon seit einigen Jahren einen Pacsafe, passend für 22 bis 55 Liter Rucksäcke. Das Drahtnetz aus gedrehten Edelstahlkabeln lässt sich nicht mit einfachen Mitteln durchschneiden. Ist der Rucksack einmal eingepackt, lässt er sich mit einem Schloss an einen Haken im Auto festmachen. In meinen Pacsafe passt mein Fotorucksack und meine Laptoptasche – also alles, was wichtig ist. So sind die Sachen zumindest vor dem schnellen Zugriff bei einem Einbruch ins Auto geschützt. Pech natürlich, wenn die Diebe einen Bolzenschneider dabei haben, aber in der Regel haben sie dafür keine Zeit. Es kommt regelmässig vor, dass ich das Auto mit gesamten Gepäck oder Fotorucksack stehen lassen muss. Sei es auf einer Wanderung, einem Strand-, Restaurant- oder Supermarktbesuch während der Transfer- oder Tagesausflugsfahrten. Aber auch, wenn ich meinen Fotorucksack tagsüber bereits für den Sonnenuntergang dabei habe, packe ich ihn in den Pacsafe und bin nur mit dem kleinen Tagesrucksack und der Sony RX10 IV unterwegs.

So fuhr ich nach Kona, kaufte im Safeway ein und bezog mein Apartment in Kalaoa, das sich fünf Minuten vom Flughafen auf halber Höhe des Berges befand. Das Studio von Caleb und seiner Familie ist im Untergeschoss ihres Hauses und besteht aus einem grossen Wohnraum mit voll eingerichteter Küche, einem geräumigen Bad und grossem (etwas dunklem) Schlafzimmer mit Klimaanlage. Die Ausstattung war sehr gut und das WiFi schnell und stabil. Im Inserat weist Caleb darauf hin, dass die Kinder im Obergeschoss oft laufen und springen und das man das auch trotz Doppeldecke hört. Ja, das war auch so und für Langschläfer ist diese Unterkunft nichts – ab sechs Uhr waren die Kiddies aktiv . Mir machte es nichts aus, denn ich war um diese Zeit eh schon immer wach.

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Am Nachmittag erkundete ich einen Strand in der Nähe des Airports und fand dort eine Stelle, die dem Bufadero auf Gran Canaria sehr ähnelte. Auch hier drückte das Wasser unterirdisch in einen Kessel, stieg auf und floss wieder zurück ins Loch. Umrahmt war das ganze von hübschen, hell leuchtenden grünen Algen und schönen Felsen. Ein Fotoparadies! Also lies ich mich hier nieder und machte eine Serie von Aufnahmen innert rund 75 Minuten von vor Sonnenuntergang bis zur blauer Stunde. Es war mal wieder eine herrliche Spielzeit!

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Den Abend liess ich dann ruhig und mit Bilder entwickeln im Apartment ausklingen.

Highlight des Tages: der kleine Bruder vom Bufadero

12. März 2019

Die Farben Hawaii′s

Heute Morgen war es langweilig blau am Nachthimmel und ich entschied mich, nicht zum Sonnenaufgang an den Strand zu fahren. Also gammelte ich den Morgen im Bett herum und entwickelte weiter Bilder für den Reisebericht.

Am frühen Mittag fuhr ich dann zur Kiholo Bay, weil es dort auch Schildkröten geben sollte und darauf hatte ich mal wieder Lust. Die Bay an sich ist nicht wirklich schön; nur wenig Sand, dafür habe viele wirklich hässliche Kiesel. Ich wunderte mich, warum die Schildkröten das mögen würden und fand tatsächlich auch nur zwei Exemplare vor, die irgendwie einen gelangweilten Eindruck machten. Eine dritte Schildkröte dümpelte in einem Pool und frass an den Algen. Aber ich freute mich trotzdem über die Jungs und stolperte langsam zurück zum Parkplatz.

Anschliessend verbrachte ich einige Zeit am Hapuna Beach weiter nördlich. Ein wirklich schöner Strand mit riesigem Parkplatz (5 USD) und Infrastruktur und auch dementsprechend voll – es wimmelte von Menschen! Ich fand aber noch ein nettes Plätzchen, ging hin und wieder etwas ins Wasser und genoss einfach die Sonnenzeit.

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Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas)Hapuna Bay

Als es Zeit für den Sonnenuntergang war, fuhr ich zurück an die Stelle von gestern. Dieser kleine Pool hat mich in den Bann gezogen und die Wolken im Westen versprachen einiges. Und ich hatte mich nicht getäuscht! Fast 45 Minuten lang gab es ein absolutes Farbenfeuerwerk, das in den kitschigsten Rosa- und Rottönen gipfelte, die ich je gesehen habe! Es waren noch zwei weitere junge Fotografen vor Ort und wir schauten uns immer nur ungläubig an und murmelten 'WTF' – diese Farben waren einfach nur unglaublich! Wir blieben alle bis lange nach Sonnenuntergang, als das Rot für rund zwei Minuten so intensiv war, das mir sicher niemand diese Farben in der Diashow glauben wird. Aber ich habe die Sättigung in der Tat bei der Entwicklung noch ZURÜCKgenommen.

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Dieses Erlebnis konnte auch der Wein am Abend nicht mehr toppen und ich ging früh ins Bett.

Highlight des Tages: die Farben des Sonnenuntergangs

13. März 2019

Farbexplosionen

Ich sah Wölkchen am Nachthimmel, als ich um kurz vor sechs Uhr aufstand und fuhr zum Strand. In der blauen Stunde leuchteten die Wolken über dem Mauna Loa wunderbar rot und ich verhiessen Vielversprechendes. Kurze Zeit später wurde aus dem dezenten Rot ein rot glühender Himmel über dem Vulkan – das war ja ein richtiges Feuerwerk, Wahnsinn ! Auf der gegenüberliegenden Seite über dem Meer gab es hingegen ein intensives Rosa auf den Wolken, das sich gut mit den Wellen am Felsenloch machte. Es war in beide Richtungen einfach wunderbar und ich war von diesen Farben schier überwältigt . Wenn überhaupt, habe ich ähnliche Farben im Herbst in Norwegen oder auch in Namibia bisher gesehen. Kitsch hoch drei, aber mir gefällt es so . Schlechtwetterfarben gibt es genug und ich freue mich mehr über ein Himmelsfeuerwerk.

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Tagsüber liess ich es heute ruhig angehen; ich hatte erstmal genug von der Fahrerei und verbrachte einige Zeit im Apartment mit Bildbearbeitung und später am Strand. Als es Zeit für das gute Licht war, suchte ich mir eine schöne Stelle und wurde bald fündig. Die Erosion durch die Wellen hat eine Art Mini Säulen in die Küste gewaschen, die einen gelblichen Ton hatten und einen tollen Kontrast zur dunklen Lava hatten. Auf der Lava wuchsen Algen, die fast den identischen gelben Ton hatten und alles zusammen ergab mit der Brandung eine schöne Bildkomposition.

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Die Sonne versank langsam am Horizont und plötzlich wandelte sich das Licht und wurde wieder intensiv Rot. Richtig Rot . Die Fotos in der Diashow entstanden im Abstand von wenigen Minuten und doch kann man (auch an den Wolken) gut sehen, wie es immer intensiver wurde. Und dann wieder dieses Rosa nach Sonnenuntergang.... Farbrausch... total...

Highlight des Tages: die intensiven Farben

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14. März 2019

Ein Tag am Mauna Kea mit Bonus

Der Wecker klingelte heute bereits um 3:30 Uhr, weil ich zum Sonnenaufgang auf den Mauna Kea Gipfel fahren wollte! Ich trank einen Kaffee und dann machte ich mich auf den Weg. Die Fahrt durch die Nacht war absolut okay und problemlos. Nach rund einer Stunde kam ich gegen 5 Uhr am Visitor Centre an, wo sich auf dem Parkplatz ein paar Gruppen zum Sterne beobachten tummelten. Ich blieb nur kurz, weil ich mir sicher war, dass ich keine Akklimatisierung benötigen würde. Also wieder in den 4L und rauf auf den Vulkan. Ausser mir war noch niemand unterwegs und ich konnte zügig hochfahren. Die Fahrt war gut und problemlos und 25 Minuten später stand ich auf dem Parkplatz beim Canada-France-Hawaii Teleskop.

Der Sternenhimmel war wunderbar und ich machte ein Milchstrassenfoto und posierte vor dem Jeep – das musste auch mal sein . Der Himmel zeigte im Osten bereits eine schöne orange-gelbe Farbe und langsam wurde die hübsche Vulkankette unterhalb sichtbar. Irgendwann kamen die Sterngucker Gruppen und es wurde chinesisch laut . Ich entfernte mich ein wenig und dann ging es plötzlich ganz schnell. Auf der einen Seite zeigte sich das tolle Erdschattenlicht, während die Sonne vis-à-vis über der Wolkendecke aufging. Sonnenstern Alarm !

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Ich war zufrieden mit meiner Ausbeute und dem Erlebnis am Morgen. Es war schon speziell schön, so früh alleine hochzufahren und erst die Sterne zu sehen und dann die fantastischen Farben des Sonnenaufgangs. Ich holte ein paar Minuten Schlaf im Jeep nach und machte mich dann langsam auf den Weg nach unten. Ich war nun wieder allein; die Gruppen waren fünf Minuten nach Sonnenaufgang schon wieder weg!

Da es jetzt keinen Verkehr hatte, konnte ich mir die Freiheit nehmen und hin und wieder für ein Foto anhalten. Die Vulkane sahen mit ihrer roten Farbe einfach grossartig aus und ich musste immer wieder abdrücken – fast schon zwanghaft !

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Strasse zum GipfelTief unten das Visitor CentreBlick zum Mauna Loa

Spontan entschloss ich mich, zum Waipiʻo Valley Lookout zu fahren, dessen Ausblick mit zu den schönsten von Hawaii gehören soll. Und ich war ja schon auf halber Strecke da. Ich nahm wieder die Old Saddle Road, hatte aber auch dieses Malkein Glück mit den Sumpfohreulen. Schade .

Im heiligen Waipiʻo Valley verbrachte König Kamehameha I seine Jugend und das Tal hat somit grosse Bedeutung in der hawaiianischen Kultur. Mich beeindruckte die landschaftliche Schönheit dieses 1.6 km breiten und 8.1 km langen Tales sehr. Es überwiegen üppige Grüntöne und das Tal wird von bis zu 600 Meter hohen Klippen umrahmt. Ein sehr imposanter Anblick! Und zur Krönung präsentierte sich in der Ferne der Haleakalā auf Maui – was für eine tolle Fernsicht heute!

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Wiederum spontan entschied ich mich, nochmals auf den Mauna Kea zu fahren heute. Ich wollte die Vulkane mit Seitenlicht fotografieren und das passt erst nach der Mittagszeit. Hoffnungsvoll fuhr ich die Old Saddle Road ab, aber ausser einer jagenden Eule in der Ferne sah ich wieder nichts. Aber immerhin machte ich bei meiner Mittagspause ein paar Landschaftsknippsbilder.

Zum dritten Mal war die Fahrt auf den Mauna Kea einfach und problemlos und ich hatte auch dieses Mal keine Anzeichen von Höhenkrankheit. Die Vulkane sahen wunderschön aus mit ihrem nun satten Rot und ich machte einige Panoramen sowie Fotos von den Teleskopen. Auch diese Fahrt hat sich für mich wieder voll gelohnt und ich genoss meine Zeit oben sehr. Ich blieb allerdings nicht bis zum Sonnenuntergang oben, da sich keine anderen Standpunkte anboten, die ich mir ansah. Ich bin da einfach ein bisschen bockig – ich will keine Teleskope in meinen Bildern.... soooo... !

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Also fuhr ich hinunter und nahm unverdrossen ein letztes Mal die Old Saddle Road in Angriff. Die Wolken hingen tief und es fing an zu regnen – das war es dann wohl mit meinen Eulchen. Und dann – in quasi letzter Sekunde – sass sie dann da durchnässt auf ihrem Stromleitungskabel . Ich hielt aufgeregt an und mir gelangen genau drei Fotos dieser hübschen Hawaii-Sumpfohreule (Asio flammeus sandwichensis), bevor sie sich schüttelte und davon flog. Mein Herz pochte vor Begeisterung und ich freute mich unglaublich, dass es doch noch mit einer Sichtung UND einem Foto geklappt hat. Beharrlichkeit zahlt sich aus.

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Hawaii-Sumpfohreule (Asio flammeus sandwichensis)Old Saddle Road

Glücklich fuhr ich nach Kona an den Strand, wo ich eine Stunde vor Sonnenuntergang eintraf. Es war wieder etwas anders am Blasloch, aber der fast wolkenlose Himmel etwas langweilig. Die Wellen waren auch nicht mehr hoch, so dass ich einen Standpunkt auf der anderen Seite ausprobieren konnte.

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Ein erfüllter, grossartiger Tag ging zu Ende und ich freue mich über die Erlebnisse. Bei zwei Longboard Bierchen liess ich den Tag ausklingen.

Highlight des Tages: das Eulchen und Mauna Kea

15. März 2019

Ein bisschen Kultur und Traumstrände

Der Himmel sah heute morgen wieder langweilig wolkenlos aus und so liess ich den Sonnenaufgang ausfallen und genoss stattdessen ausgiebig Kaffee, las Nachrichten und entwickelte ein paar Fotos.

Am späten Vormittag machte ich mich auf den Weg nach Süden, um wenigstens einmal etwas Hawaiianische Kultur und Geschichte zu tanken und besuchte den Puʻuhonua o Hōnaunau National Historical Park. Diese grosse Tempelanlage war einst eine der fünf Zufluchtsstätten der Hawaiianer, um Verstösse gegen heilige Gesetze (den Kapu) quasi innert ein paar Jahren abzusitzen, bis in einer Zeremonie die Absolution erteilt wurde. Danach waren die Sünden vergeben – die Alternative wäre die Todesstrafe gewesen. Rauhe Sitten im Paradies!

Ich schnappte mir eine Karte mit Erklärungen und machte den Rundgang. Als erstes führte er auf die Royal Grounds, einem wirklich schönen Ort mit herrlichen Palmen und weissem Sand. Daneben befindet sich ein Tempelmodell, dem Hale o Keawe, dessen Verkleidung aus Farnen besteht und das Dach aus Blättern der Keulenlilien (Cordyline fruitcosa) gefertigt wurde. Interessant war der Tisch mit dem Strategiespiel Kōnane, das jede Grösse haben kann und von den Hawaiianern in Lava Oberfläche geritzt wurde. Weiter ging es an Löchern, wo Meerwasser zur Salzgewinnung genutzt wurde und zu Tree molds, den uralten Bäumen, die von Lava umschlumgen wurden und nach der Verwitterung die hohlen Stämme hinterliessen.

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Royal GroundsHale o KeaweMausoleumKōnane Spieltisch

Die Bucht Keoneʻele war den königlichen Kanus vorbehalten. Oft findet man hier auch Meeresschildkröten, aber heute war keine zu sehen. Direkt daneben befindet sich die Great Wall, die die Grenze vom königlichen Bereich zum Volk markierte. Der prunkvolle Bau mit vielen Götterabbildungen aus Holz ist das königliche Mausoleum. Die Gebeine von 23 Herrschern (Aliʻi) sollen hier liegen und der Ort wird auch heute noch verehrt.

Danach ging es vorbei an einem weiteren Lavaspieltisch von Kōnane und den malerischen königlichen Fischteichen bis zu zwei grossen Halau, unter deren grossen Dächern einst die Blätter der Keulenlilien getrocknet wurden. Heute findet man dort eine Ausstellung von Kanus, Kleidung und Werkzeugen.

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Keoneʻele BayMausoleumThe Great WallFischteicheKanusBaströckchen

Nach diesem kulturellem Highlight genoss ich meine Mittagspause in der wunderschönen benachbarten Alahaka Bay, wo mich eine Gruppe Steinwälzer (Arenaria interpres) beglückte . Ich mag diese hübschen Jungs einfach sehr und diese waren völlig entspannt und nicht so quirlig wie sonst.

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Alahaka BaySteinwälzer (Arenaria interpres)

Ich fuhr wieder Richtung Norden und zum Mahaiʻula Beach, der über eine knapp drei Kilometer lange holprige Piste durch ein Lavafeld zu erreichen ist. Deshalb war der Parkplatz und Strand wohl auch nicht so voll. Die kurze Wanderung zum weissen Traumstrand führt über herrliche Gezeitenbecken mit klarem Wasser und in einem Tümpel ruhte sich eine Meeresschildkröte (Chelonia mydas) aus. So hat es ja doch nochmal geklappt .

Ich verweilte eine Weile am Strand und beobachtete die Flugzeuge, die knapp über dem Strand auf Kona flogen. Die U.S. Navy übte auch und schleuderte ganz schön viel Dreck aus ihren Düsen!

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Mahaiʻula BeachMeeresschildkröte (Chelonia mydas)

Nach 1.5 Stunden hatte ich genug vom Strand und vor allem genug Sonne auf der Haut und machte mich auf den Weg zu meiner Sonnenuntergangsdestination in der Nähe von Kona. Ich holte mir noch ein kühles Bierchen, stellte den Stuhl in den Schatten eines Baumes und genoss den Blick aufs Meer. Zum Glück sah ich die Cops kommen und konnte mein Bier gerade noch verstecken . Alkohol am Strand ist meistens verboten – wie so viel in diesem freien Land... Nirgendwo anders habe ich bisher so viele Verbotsschilder und Regulierungen gesehen wie hier in den USA !

Der Sonnenuntergang war nicht sonderlich spektakulär, aber ich freute mich über die Stelle, die ich gefunden hatte und über das sanfte Licht, das die Wellen küsste. Ein schöner Abschluss dieses Tages!

Highlight des Tages: die weissen Traumstrände

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16. März 2019

Traumstrände, ein Mai Tai und top Sonnenuntergang am letzten Tag

Heute war doch tatsächlich schon mein letzter kompletter Tag auf Big Island ! Immer wieder fragte ich mich, wo die Zeit einfach nur geblieben ist – die sechs Wochen waren ja nun fast schon wieder vorbei .

Also machte ich mich nochmal zum Sonnenaufgang auf zu dem Strand mit der hübschen Stricklava. Das Licht war heute morgen sehr sanft und fast lila; das kam wahrscheinlich von den Reflektionen der Wolken. Mir gefiel das auf der Lava und das Erdschattenlicht mit den rosa Farben passte auch gut dazu. Es war ein sehr ruhiger Morgen, den ich sehr genoss. Wehmut machte sich breit – ich wollte doch gar nicht weg von Hawaii !

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Nach einem ebenso ruhigen Vormittag bei Kaffee und am Compi fuhr ich am frühen Mittag zum Maniniʻowali Beach (Kua Bay). Dieser Strand ist auf einer geteerten Strasse mit unzähligen Bumps gut zu erreichen und war dementsprechend gut besucht. Ich bekam noch einen Parkplatz in guter Entfernung und suchte mir am Strand ein kleines Plätzchen. Zugegebenermassen gehört Kua Bay auch zu den absoluten Traumstränden und die Kontraste mit dem weissen Sand und dem türkisfarbenen Wasser sind einfach umwerfend schön. Mit etwas Glück gelangen mir davon auch mal Fotos ohne Badende .

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Es gab keinen Schatten und nach knappen zwei Stunden musste ich aus der Sonne raus, um mir keinen Sonnenbrand einzufangen. Ich fuhr ein paar Kilometer weiter zum ʻAnaehoʻomalu Beach (A-Bay), wo sich der Lava Lava Beach Club befindet – derselbe wie schon auf Kauai. Dort wollte ich mir zur Happy Hour etwas zu Essen und einen Mai Tai gönnen. Auch dieser Strand besticht durch weissen Sand und türkises Wasser und war nicht zuletzt durch die grossen Resorthotels gut besucht. Am südlichen Ende soll es Schildkröten geben und ich wanderte am Strand entlang, bis ich ein schattiges Plätzchen unter einem Baum fand. Und dann sah ich auch eine Schildkröte in dem seichten Wasser schwimmen. Aber ansonsten keine Tiere am Strand. Das war nicht tragisch, denn ich litt ja nicht gerade an einem Unterangebot von Meeresschildkröten in diesen Ferien . Schliesslich war es Zeit für die Happy Hour und ich bestellte mir Nachos mit Guacamole, Tomatensalat und Käse sowie einen Mai Tai und später noch eine Lady Gilligan. Ich liess es mir schmecken, plauderte mit meinen Sitznachbarn und genoss die Zeit in der Beach Bar – das wird mir Zuhause definitiv fehlen !!!

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Zum letzten Sonnenuntergang auf Big Island fuhr ich zurück zum Maniniʻowali Beach, der nun leicht weniger besucht war, aber immer noch ziemlich voll. Zumindest fand ich am Ende der Bucht ein schönes Plätzchen, wo ich mich austoben konnte. Die Kombination mit den Felsen und dem goldenen Wasser (und Sonnenstern ) war ziemlich hübsch und ich freute mich über die Fotos. Ein gelungenes Ende von meiner Zeit auf der Insel. Die Sonnenuntergänge von Big Island und Maui werden mir auch fehlen!

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Zurück im Studio hiess es Aufräumen und Koffer packen, was bei mir ja immer sehr zügig geht. Ziemlich wehmütig beschloss ich den Tag mit ein paar Gläschen Wein.

Highlight des Tages: die tollen Strände

17. März 2019

Weiterreise und Abschluss auf Oahu

Zum Sonnenaufgang machte ich heute nichts mehr und liess es ruhig mit Milchkaffee angehen. Dann noch die Küche aufräumen, die restlichen Sachen in den Koffer und das Auto laden. Mein Flieger ging um 11 Uhr und ich fuhr um 9:30 Uhr zum Flughafen. Die Fahrt dauerte gerade mal fünf Minuten – die Lage ist wirklich ideal.

Am Flughafen lief dann alles wie schon gewohnt ab. Die Abgabe des Jeeps bei Alamo ging genauso schnell und problemlos wie überall und ich nahm den Shuttle Bus zum Terminal, der hier recht übersichtlich ist. Bordkarte scannen, diese und Baggage Tag ausdrucken, Koffer abgeben und ab zur Sicherheitskontrolle. Ich wunder mich immer wieder, wie entspannt die hier sind. Wenn ich da an Frankfurt denke, stellen sich mir schon die Nackenhaare auf...

Der Flug nach Honolulu war pünktlich und mit einer grossen Portion Wehmut im Herzen verliess ich Big Island; definitiv die Nummer zwei nach Maui in meiner internen Rangliste. Aus dem Flugzeug hatte ich einen letzten Blick auf die zwei schönen Strände, wo ich die vergangenen zwei Tage verbracht hatte.

Im nächsten Kapitel geht es weiter mit dem Abschluss meiner Hawaii Reise mit den letzten vier Tagen im Osten von Oahu.

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