Drakensberg – Royal Natal

27. Mai 2015

Weiter nach Thendele (Royal Natal)

Ich wollte nach der gestrigen Enttäuschung nicht aufgeben und wir standen unverdrossen wieder um halb sechs Uhr auf. Wir fuhren zu dem Aussichtspunkt, ich ging hinüber auf das Felsplateau und wurde kurz darauf vom wundervollen, roten Glühen des Sonnenaufgangs begrüsst. Der Himmel im Osten sah perfekt aus an diesem Morgen und mir gelangen verschiedene Bildkompositionen mit dem Gras, den kleinen Steinen und der Oberfläche der Felsen. Nachdem ich 15 Minuten gewartet hatte, ging die Sonne auf und das Licht wurde atemberaubend schön! Die Hügel schienen im Rot-Orange geradezu zu glühen und die ganze Landschaft sah aus wie ein Traum. Es war eine wunderschöne Farbexplosion und ich machte glücklich meine Fotos.

Wir kehrten ins Chalet zurück, Gerd holte etwas Schlaf nach und ich surfte in der Hotellobby ein wenig im Internet. Wir machten Frühstück und genossen es im warmen Sonnenlicht. Da wir heute weiterreisen würden, teilten wir die Aufgaben und Gerd räumte die Küche auf, während ich schon mal das Auto mit den fertigen Sachen belud. Als ich im Bad war, hörte ich Gerd plötzlich laut brüllen. Da stand tatsächlich ein Pavian halb in unserem Zimmer und Gerd hatte ihn mit lautem Geschrei verscheucht. So weit, so gut... Ich war dann fertig im Badezimmer und räumte die Reste vom Frühstückstisch auf. Als ich einen leeren Teller zu Gerd brachte, fragte er mich, was ich denn mit der Butter gemacht hätte. Die Butter???? Offensichtlich war der Pavian IM Zimmer gewesen und hat die Butter vom Teller geklaut!!! Mein Mobiltelefon lag daneben und ich war ziemlich erleichtert, dass sich dieser hässliche Kerl nicht dafür interessiert hat! Wir mögen Paviane gar nicht, denn sie sind aggressiv und eigentlich nur lästig.

So checkten wir endlich aus und fuhren los Richtung Harrismith zu unserem nächsten Ziel, dem Thendele Camp im Royal Natal.

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Wir passierten wieder die lange Baustelle, kamen aber mit nur einer kleinen Verzögerung durch. In Little Switzerland, das ungefähr 30 Kilometer von Royal Natal entfernt ist, tankten wir nochmal voll und erreichten den Eingang vom Nationalpark kurz nach Mittag.

Wir checkten an der Thendele Camp Rezeption ein und bekamen das Chalet #26 zugewiesen. Das Chalet an sich war ja sehr nett, aber der Parkplatz für unseren Nissan ein kleiner Albtraum! Es ging steil (!!) bergauf über zwei sehr enge Kurven, die ich nur im untersetzen 4L Gang bewältigen konnte!!! Das war absolut nicht normal und so war es unmöglich, morgens ohne viel Lärm auszuparken. So ging ich zurück zur Rezeption und fragte, ob wir das Chalet wechseln könnten. Der junge Mann an der Rezeption war sehr kooperativ und wir bezogen kurze Zeit später das Chalet #20. Das Parkieren war immer noch mit Rangieren mühsam, aber doch sehr viel angenehmer als bei #26.

Diashow Thendele Royal Natal (Klick für grössere Bilder):

Leider waren die Chalets mittlerweile schon arg abgewohnt, besonders die Küche und das Badezimmer. Und es war bisher die einzige Unterkunft in Südafrika, wo wir in der Küche kleine Kakerlaken vorfanden. Der Ort direkt vor dem Amphitheater ist absolut grandios und unschlagbar, aber die Unterkünfte entsprechen nicht mehr ihrem Anspruch – wie Schade! Wie auch immer, wir zogen ein, assen einen leckeren Salat zu Mittag und machten einen Spaziergang zum Location Scouting. Es gibt in der Nähe von Cottage #2 einen schönen Standpunkt, den wir für den heutigen Sonnenuntergang auswählten.

Zurück am Chalet, versuchten wir uns recht erfolglos an Vogelfotos (alle gelöscht!) und gingen schliesslich zum Sonnenuntergang zurück zu unserem ausgewählten Standpunkt. Das Licht war sehr schön, aber trotzdem freute ich mich schon sehr auf das noch schönere Morgenlicht.

Wir assen zu Abend (Suppe, Würstchen und Salat), duschten und gingen nochmals für Sternenfotos hinaus. Die Milchstrasse stand über dem Sentinel und der Halbmond beschien die Landschaft in einem wundervollen Licht. Ich machte glücklich ein paar Aufnahmen und versuchte mich an einem Sternenpanorama, das sich leider nicht vernünftig zusammenfügen liess. Schade, aber wir genossen auch so den Blick in den herrlichen afrikanischen Sternenhimmel.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang!!!!!

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28. Mai 2015

Wanderung & Vögel

Ich stand heute allein um kurz vor sechs Uhr auf und ging noch im Dunkeln zu meinem ausgewählten Sonnenaufgangsstandpunkt. Der Himmel im Osten fing kurz darauf an, Orange zu glühen und reflektierte das Licht auf das Amphitheater. Der Blick vom Mont-aux-Sources hinüber zum Sentinel war atemberaubend schön und wurde in dem sanften blauen und roten Licht der Dämmerung noch prachtvoller. Ich genoss diesen Morgen aus vollen Zügen und machte einfache Fotos sowie Serien für Panoramen.

Gerd war schon auf, als ich zurück kam und auch er hatte ein paar Fotos vom Sonnenaufgang gemacht. Mittlerweile waren viele Vögel im Garten und wir legten ein paar Körner zum Frühstück aus. Wir machten es uns ebenfalls mit einem leckeren Frühstück gemütlich und bewunderten die Vögelchen.

Die bunte Vogelschar nahm das Angebot dankbar an und wir wurden mit einigen tollen Fotos des Flötenwürger, Spottrötel, Dreifarbbülbül, Rotschwingenstar, Doppelband-Nektarvogel, Klippenrötel und Kaprötel belohnt. Es hat riesigen Spass mit den Jungs gemacht und die Vögel sind auch einfach sehr niedlich und hübsch!

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Klippenrötel (Monticola rupestris)Flötenwürger (Laniarius ferrugineus)Halsband-Bartvogel (Lybius torquatus)Dreifarbbülbül (Pycnonotus tricolor)Doppelband-Nektarvogel (Cinnyris afer)Kaprötel (Cossypha caffra)Dreifarbbülbül (Pycnonotus tricolor)

Wir nahmen eine Flasche Wasser und die kleine Kompaktkamera und machten uns auf den Hiking Trail Richtung Gorge. Die Ausblicke auf das Amphitheater waren atemberaubend und wir hielten hinter jeder Kurve für einen Schnappschuss an. Wir wollten nur eine circa 3-stündige Wanderung machen und kehrten bald darauf in Richtung Policeman′s Helmet um. Zu unserer grossen überraschung kamen wir nach kurzer Zeit an einem Felsen mit Buschmannzeichnungen vorbei! Das kam ziemlich unerwartet, aber wir haben uns darüber sehr gefreut und bewunderten sie ausgiebig. Wir konnten schon bald darauf die markante Felsformation ausmachen, die in der Tat aussah wie der Helm eines britischen Bobby Es war ein schöner 3-Stunden Spaziergang und wir kehrten zufrieden für ein leichtes Mittagessen ins Chalet zurück.

Nun waren noch mehr Vögel im Garten und wir verbrachten einige Stunden mit dem Beobachten und Fotografieren der Vögel. Es waren unfassbar viele liebenswerte und niedliche Vögelchen! Wir beschäftigten uns mit den Jungs bis es Zeit für den Sonnenuntergang war und wir gingen den Pfad hinunter zu einer anderen Stelle, die wir uns heute Morgen ausgesucht hatten. Es wurde ein toller Sonnenuntergang und ich war glücklich mit der etwas anderen Bildgestaltung und dem Licht über Mont-aux-Sources. Als das Licht aus den Tälern verschwunden war, genossen wir einen Sundowner auf unserer Terrasse, während das letzte Sonnenlicht über dem Amphitheater verschwand.

Wir assen zu Abend und warteten, bis die Milchstrasse über dem Sentinel stand. Am Viewpoint machte ich ein paar weitere Sternenaufnahmen, doch schnell zogen Wolken auf und wir gingen zurück zum Chalet.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang!!!!!!

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Policemen′s HatDreifarbbülbül (Pycnonotus tricolor)Rotschwingenstar (Onychognathus morio)Spottrötel (Cossypha dichroa)Klippenrötel (Monticola rupestris)Spottrötel (Cossypha dichroa)Klippenrötel (Monticola rupestris)Dreifarbbülbül (Pycnonotus tricolor)Kaprötel (Cossypha caffra)Amphitheater
29. Mai 2015

Weiterfahrt zur Dolphin Coast

Wie gestern Morgen, ging ich allein hinüber zum Standpunkt, weil ich noch ein weiteres Panorama mit einer anderen Brennweite in der blauen Stunde machen wollte. Ich hatte Glück und das Licht war wieder einmal grossartig und begann mit einem tiefen Rot, das in Orange überging mit einem knallblauen Himmel über dem Amphitheater. Dieser Anblick ist einfach nur magisch und ich werde niemals müde, diesen Ausblick zu bewundern! Nach der blauen Stunde schnaufte ich schnell zurück zum Chalet und kam gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang an. Die Sonne ging hinter den Hügeln in der Ferne auf und tauchte die Landschaft in ein zauberhaftes rotes Licht. Wunderschön!

Gerd war nun auch schon wach und wir fuhren mit dem Auto runter zum Damm. Das Wasser war absolut ruhig und ich konnte dieser perfekten Spiegelung einfach nicht widerstehen. So machte ich doch wieder ein paar Fotos wie im letzten Jahr vom Amphitheater im golden Licht und mit perfekter Spieglung im See. Aber diese Landschaft in diesem Licht ist einfach nur prächtig! Leider gab es diesmal keine Vögel am See und wir fuhren zum Frühstück zurück ins Chalet. Es war heute bereits schon wieder Zeit aufzubrechen, da wir den Aufenthalt in Thendele ja wegen der langen Fahrt nach Mkuze und einer weiteren Zwischenübernachtung um einen Tag verkürzt hatten.

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Im nächsten Kapitel könnt Ihr von unserer Zwischenübernachtung an der schönen Dolphin Coast und von unseren Erlebnissen mit der afrikanischen Tierwelt in Mkuze lesen.

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