Osterinsel Wildlife

Die Osterinsel ist nicht reich an Fauna, doch so einige Vögel konnten wir im Laufe der zwei Wochen doch beobachten und fotografieren. Die Tierarmut liegt an der isolierten Lage der Osterinsel, die nie mit dem Festland verbunden war und bis zur ersten Besiedelung gab es nur die Tiere, die die Insel zu Wasser oder in der Luft erreichen konnten – so gab es ursprünglich überhaupt keine Säugetiere auf der Osterinsel! Alle anderen Tiere inklusive der unvermeidbaren Ratten, wurden im Laufe der Jahrhunderte eingeführt. Die Ratte wurde allerdings auch gezüchtet und gegessen, was in ganz Polynesien nicht unüblich ist. Heute gibt es auf der Poike Halbinsel eine Rinderzucht.

Chimangokarakara (Milvago Chimango)

Der Chimangokarakara (Milvago chimango) war der häufigste Vogel, den wir oft sogar immer an denselben Stellen antrafen. Dieser hübsche Karakara gehört zu den Falken und innerhalb der Familie zur Gattung Chimango. Er ist von der Grösse vergleichbar mit unserem Turmfalken mit einer Körperlänge bis zu 43 Zentimeter und einem Gewicht von maximal 300 Gramm. Die Männchen sind wie bei fast allen Greifvögeln etwas kleiner und leichter.

Der Karakara wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Südamerika her eingeführt und es gibt mittlerweile eine stabile Population auf der Osterinsel. Hier findet er mit den vielen offenen Grasflächen ein ideales Habitat, wo sie ihre Nahrung wie Käfer, Larven, Fliegen, Regenwürmer oder Spinnen finden. Sie bedienen sich aber auch gern mal an Abfällen der Menschen und hin und wieder jagen sie auch kleinere Beutetiere, die aber bei der Nahrung nur eine untergeordnete Rolle spielen.

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Chimangokarakara (Milvago Chimango)

Diucafink, Rotschwanz-Tropikvogel & Wildpferde

Im Garten vom Mana Nui Inn leisteten uns Diuka-Finken, die im Gras nach Insekten und Samen suchten, des öfteren Gesellschaft. Was für niedliche kleine Kerlchen, die uns viel Spass machten! Der Diucafink, auch Braunsteissfink genannt, ist ein hübscher Singvogel, den wir häufig im Garten bewundern konnten. Er ernährt sich von Samen und ist vorwiegend auf Wiesen, in Gärten und um Sträucher herum anzufinden. Der kleine Fink ist bis zu 18 Zentimeter lang und wurde leider nach seiner Einführung zunächst als Käfigvogel gehalten. Mittlerweile gibt es aber eine gesunde freilebende Population.

In Rano Raraku standen wir zu unserer Überraschung plötzlich vor einem Jungvogel des Rotschwanz-Tropikvogels, die in den Felsen des Steinbruchs brüteten – was für ein unerwartet schönes Erlebnis! Der Rotschwanz-Tropikvogel ist ein mit seiner roten Schwanzfeder aussergewöhnlich schöner Vogel. Die Altvögel konnten wir oft hoch oben am Himmel beobachten, aber nicht fotografieren. Umso überraschter waren wir, als wir während eines Streifzuges durch Rano Raraku plötzlich vor einem Jungvogel standen, der in einer kleinen Felshöhle auf die Nahrung von seinen Eltern wartete! Wir machten ein paar Fotos und liessen ihn dann wieder in Ruhe – seine Eltern kamen auch bald danach mit Essen zurück und unser kleiner Kerl war ein zufriedener Jungvogel.

An Säugetieren gibt es nicht viel, ausser den omnipräsenten verwilderten Pferden, die sich zu einer Plage entwickelt haben. So idyllisch sie für uns Touristen aussehen, aber wie alles, was der Mensch mal eingeführt hat, haben sie sich endlos vermehrt und verbreitet. Der Bestand wird nicht zuletzt zum Schutz der Kulturgüter heute kontrolliert, doch scheinen sie es nicht leicht zu haben. Das kleine Fohlen machte einen völlig mageren Eindruck und wir hofften, dass es nicht verhungert. Hin und wieder kommt man immer mal an Kadavern vorbei, was ein recht trauriger Anblick ist. Aber die karge Insel gibt einfach nicht genug her für die Menge der Pferde.

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Diucafink (Diuca diuca)Rotschwanz-Tropikvogel (Phaethon rubricauda)Wildpferd

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