La Palma – Kanarische Inseln 2017

6. - 10. Dezember 2017

Rückkehr ins Zentrum

Der vulkanisch geprägte Süden hat uns so gut gefallen, dass wir auch hier noch gern länger geblieben wären, aber wir freuten uns nun auch auf unsere Rückkehr nach El Paso, um die Gegend rund um die Caldera de Taburiente noch weiter zu erkunden. Aber wir werden auf unserer nächsten Reise nach La Palma sicherlich nochmals in den Süden zurückkehren !

So fuhren wir die Bergstrasse zurück nach El Paso und bezogen in der Casastea diesmal das Apartment Bodega. Das Apartment ist mit 45 m² kleiner als die Casa Vieja, aber nicht weniger gemütlich! Der Wohnraum ist geräumig mit einer etwas kleineren Küche (zwei Herdplatten), aber natürlich zum Kochen völlig ausreichend. Sowohl vom Schlaf- als auch vom Wohnzimmer erreicht man die sonnige Terrasse, die mit Pflanzen vor Blicken schützt.

Diashow Bodega (Klick für grössere Bilder):

Wir zogen ein und dann war es bereits Zeit für den Sonnenuntergang und wir verbrachten die letzten zwei Stunden des Nachmittags am Strand von Charco Verde. Der feine Sandstrand ist in einer Bucht eingebettet und umrahmt von schönen Felsformationen. Die Bananenplantagen dahinter kann man ganz gut ausblenden (notfalls einfach die Augen schliessen ). In den von der Flut freigelegten Felsen fanden wir zu unserer Freude einige Vögel vor wie einen jungen Flussregenpfeifer (Charadrius Hiaticula) auf Nahrungssuche und einen Graureiher (Ardea cinerea) sowie eine recht geduldige Libelle.

Der Sonnenuntergang war noch immer vom abziehenden Calima geprägt, was mir aber ganz gut gefiel. Ich mag dieses gelbe Licht irgendwie und es muss ja nicht immer Sonnenstern sein . Die Brandung war recht stark und sorgte so bei einer mehrsekündigen Belichtungszeit für schöne Strukturen.

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Charco VerdeLibelleFlussregenpfeifer (Charadrius Hiaticula)Graureiher (Ardea cinerea)

Cumbrecita

Die tollen Aussichtspunkte an der Cumbrecita liess ich mir zum Sonnenaufgang natürlich nicht nehmen und genoss dort wieder eine wunderbare Zeit ganz allein am frühen Morgen. Das erste Mal war es wieder ein grossartiger Morgen am unteren Mirador de los Roques. Leider war das Wetter wieder mal zu gut und es gab keine bunten Wolken. Aber die Luft war klarer und das erste Licht unglaublich rot und intensiv. Ich freute mich über die Fotos und den herrlichen Morgen.

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Caldera de Taburiente

Beim zweiten Besuch war es bewölkt und ich freute mich über einen wunderbar roten Himmel über der Cumbre. Es war ziemlich stürmisch und die Kiefern brausten fast schon unheimlich im starken Wind, als ich noch in der Dunkelheit zu meinem Standpunkt lief. Als willkommenen Bonus gab es dann aber noch einen kleinen Wolkenfall und auch an diesem Morgen freute ich mich über die fantastischen Lichtstimmungen und die zarten Farben La Palmas.

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Ruta de los Kiefernwald

Wie man vielleicht schon dem Titel entnehmen kann, tönt da leichte Missverstimmung raus... Es war klar, dass wir die gesamte Ruta de los Volcanes nicht würden laufen können und daher planten wir Teiletappen von der einen Seite ab El Pilar und wie schon gemacht ab San Antonio. Während uns die Tour bei Fuencaliente sehr viel Spass machte und unsere Erwartungen erfüllte, war die Tour von El Pilar aus für uns eine Enttäuschung. Uns war bewusst, dass die Wanderung erstmal durch den Kiefernwald gehen würde, aber als wir nach 4 (!!) Kilometern immer noch ausschliesslich durch diese langweilige Monokultur – ohne einen Vulkan zu sehen – liefen, sank meine Stimmung auf Null . Da kann ich ja gleich durch den Schwarzwald rennen... Also kehrten wir recht missmutig um und trafen dann auf das Highlight dieser Tour: ein sehr geduldiger Kolkrabe, der auf einem Wanderschild seinen Wegezoll einforderte Gut, dass ich noch einen Magdalena im Rucksack hatte und nachdem das grosse Kerlchen wunderbar für mich posiert hatte, verfütterte ich den Kuchen. Er nahm ihn dankbar an und irgendwie genoss ich diese kurze Zweisamkeit mit diesem hübschen Vogel .

Den Abzweig zum steilen Aufstieg auf den Birigoyo Vulkan hatte ich verpasst und nach der blöden Kiefernwaldwanderung war es dann zu spät . Der hübsche Vulkan muss dann bis zum nächsten Mal warten.

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Kolkrabe (Corvus corax)

Ermita de la Virgen del Pino

Den Rest des Nachmittags, als wir von der Ruta de los Kiefernwald zurückkehrten, verbrachten wir in der Gegend der Ermita de la Virgen del Pino. Die hübsche Wallfahrtskapelle steht umgeben von rund 800 Jahre alten Kiefern (schon wieder !!) und wurde 1930 erbaut. Die grosse, über 30 Meter hohe, Kiefer steht in einer Ecke und ist seit 2014 geschütztes Kulturgut. Leider ist das Pflaster um die Kiefer herum zerstört und abgesperrt. Die Kapelle ist ganz niedlich, aber von der Umgebung aus hat man auch fantastische Ausblicke Richtung Cumbrecita und der Caldera de Taburiente sowie zu den Vulkanen bei El Pilar.

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Caldera de TaburienteCaldera de TaburienteCaldera de TaburienteCaldera de Taburiente

Die Passatwolken zogen über die Cumbre und verbreiteten sich immer weiter, so dass sie langsam wie ein Schleier um die Vulkanhügel flossen. Eine herrliche Stimmung und ich genoss es zu beobachten, wie sich bei jedem Foto der Wolkenfall veränderte. Ein kleiner Traum ging damit in Erfüllung!

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Aber auch die andere Seite zur Cumbrecita hin war zum Sonnenuntergang richtig schön und während die Berge an der Cumbrecita und die Cumbre noch rot glühten, lag die Caldera bereits im Schatten. Ein toller Kontrast! Manchmal verdeckten Wolken die Berge und die Stimmung kehrte sich gerade am Anfang vor Sonnenuntergang um – über mangelnde Abwechslung konnten wir uns nicht beklagen .

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Puerto Naos

Natürlich mussten wir auch nochmal zur Küste bei Puerto Naos zurück, denn auch dort gibt es unendlich viele schöne Spielplätze. Eine kleine Bucht hatte ich mir vorgenommen und freute mich, als es an einem Nachmittag mit dem richtigen Wasserstand der Gezeiten klappte. Die Dünung zauberte hin und wieder eine gewaltige Welle über die Felsen und mit einer mehrsekündigen Belichtung konnte ich ein paar schöne Stimmungen einfangen. Später gab es nach einigen wolkenlosen Tagen endlich als Zugabe sogar noch hübsche Wolken, die zunächst sehr schön mit einem Sonnenstern harmonierten und sich später herrlich in einem attraktiven Gezeitenpool spiegelten.

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Llano del Jable

Die wunderbare Vulkanaschenebene von Llano del Jable ist bei unserem ersten Aufenthalt auch etwas zu kurz gekommen und wir waren glücklich, dass wir sie nun etwas intensiver erkunden konnten.

So spazierten wir einfach hinein und liessen uns treiben. Am späten Nachmittag war das Licht wunderbar und auch der Wolkenfall fiel zumindest bis auf halbe Höhe. In diesem Fall war das wünschenswert, weil wir sonst selber im Wolkenfall gestanden hätten . Doch an diesem Nachmittag war es sehr windig – fast schon unangenehm frisch – und so verflüchtigten sich die Wolken immer wieder auf halben Weg nach unten. Im späten Nachmittagslicht leuchteten die Kiefern intensiv und bildeten zusammen mit der dunklen Asche und dem tiefblauen Himmel einen wahren Augenschmaus.

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Gerd konnte auf einem Gipfel zwei wilde Ziegen erspähen, während ich mich an dem Wolkenfall versuchte. Die Wolken nahmen zu und ich befürchtete bereits, dass wir bald von den Passatwolken verschlungen werden würden. Doch das Wetter hielt und das Gegenteil war der Fall: genau im letzten Licht ging die Wolkendecke auf und die Caldera de Taburiente wurde wie in einem Wolkenfenster sichtbar – was für ein Traum und was für eine unfassbar schöne Stimmung! Glücklich kehrten wir nach diesem grossen Finale zum Auto zurück und gönnten uns eine Flasche Wein aus La Palma.

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Morgens um die Caldera de Taburiente

Es gibt einige Orte, um unterschiedliche Ansichten der Caldera de Taburiente einzufangen und wir hatten nun beim zweiten Besuch die Gelegenheit, diese auszuprobieren. Gelohnt hat es sich immer, denn die Ansichten in diese gewaltige Caldera verliert nie ihre Faszination. Es ist immer wieder schön, noch in der Dunkelheit anzukommen, wenn die Sternli funkeln und dann zu beobachten, wie es langsam blau wird bis dann die ersten Sonnenstrahlen den Kraterrand der Caldera küssen.

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Beide Standpunkte im Süden der Caldera als auch Richtung Cumbrecita boten herrliche Ansichten und wir genossen beide Morgen im besten Licht in vollen Zügen. Was wir doch für ein Glück mit dem Wetter hatten!

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Abschied von La Palma und Fazit

Mit dem letzten Morgen und dem Blick zur Cumbrecita ging unser Aufenthalt auf La Palma auch zu Ende und wir reisten zunächst zurück nach Teneriffa, bevor es dann zwei Wochen auf die jüngste Insel der Kanaren ging: El Hierro.

La Palma hat uns sehr gut gefallen und wir sind uns sicher, dass wir auf der Isla Bonita nicht zum letzten Mal waren. Wahrscheinlich hatten wir mit dem Wetter auch sehr viel Glück, da ich mich noch gut ans letzte Jahr erinnere, als wir auf Teneriffa immer wieder von viel Regen auf La Palma hörten. La Palma hat uns durch die Ruhe und die Ursprünglichkeit begeistert – Massentourismus findet hier (noch) nicht statt und die Natur ist einfach herrlich spektakulär.

Tschüss La Palma – bis zum nächsten Mal !

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Wir danken Euch für Euer Interesse und hoffen, Ihr hattet etwas Spass beim Lesen unseres Reiseberichts und dass er Lust auf eine Reise auf die Isla Bonita macht.
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